Wie man eine Traditionsmarke in die Zukunft führt: Sonja Balodis von SCHIESSER

Shownotes

Vermutlich hatte fast jede und jeder in Deutschland irgendwann schon einmal ein Stück dieser Traditionsmarke im Kleiderschrank. In dieser Folge von Bisschen Bodensee Business spricht Andy Ritzi mit Sonja Balodis, CEO von SCHIESSER, über die Herausforderung, eine der bekanntesten Wäschemarken Deutschlands modern in die Zukunft zu führen.

Aufgenommen wurde die Folge an einem ganz besonderen Ort: im ehemaligen Arbeitszimmer von Firmengründer Jacques Schiesser in Radolfzell. Zwischen Tradition, Tanktops und Transformation geht es um die Frage, warum Herkunft in Zeiten von Fast Fashion wieder ein echter Wettbewerbsvorteil sein kann.

Sonja Balodis erzählt von ihrem Weg von der Schneiderausbildung bis an die Spitze eines internationalen Modeunternehmens und erklärt, warum die Ausbildung und das damit gelernte Verständnis für Materialien, Schnitte und Verarbeitung bis heute eine große Entscheidungshilfe ist. Außerdem sprechen wir über moderne Markenführung, die Kampagne „Originals for Originals“, neue und alte Modetrends und darüber, wie sich SCHIESSER zwischen Heritage und Moderne positionieren möchte.

Wir sprechen auch über eine besondere regionale Gewinnspiel-Aktion, bei der sich Sportvereine aus Radolfzell mit einem kreativen Mannschaftsfoto im SCHIESSER Unterhemd bewerben können. Bewerbungen gerne per E-Mail an sportverein@schiesser.com

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Schiesser

Andy Liebe Sonja, vielen Dank für deine Zeit. Dass du mitmachst. Hier in unserem Podcast. Bisschen Bodensee Business. Wir sitzen hier im ehemaligen Arbeitszimmer von Jacques Schiesser. Ein Raum mit viel Geschichte, viel Historie. Wenn du heute mit Jacques Schiesser hier sitzen könntest statt mit mir, was würdest du ihn als erstes fragen?

Sonja Ich fände es super spannend, ihn zu fragen, ob ihm bewusst ist oder wäre, dass er bereits auf eine ein hundert fünfzig jährige unglaubliche Geschichte zurückblickt. Ob er stolz darauf wäre, wenn er wüsste, über wie viele Generationen die Marke Schiesser mittlerweile ihre Kunden begeistert hat und welche tolle Historie man wirklich er gestartet hat und auf die er zurückblicken könnte.

Andy Wäre für ihn vermutlich genauso interessant wie für dich.

Sonja Ja, total.

Andy Das war der kurze Einstieg. Jetzt würde ich gerne in eine SchnellFragerunde mit dir gehen. Okay, ich stelle kurze Fragen. Du kannst die kurz oder auch länger beantworten. Dann schauen wir mal und ich bin sehr gespannt auf deine Antworten. Erste Frage. Baumwolle oder Seide?

Sonja Natürlich Baumwolle.

Andy Sehr gut. Sollte auch keine Fangfrage sein. Ich war trotzdem gespannt. Du hast eine Ausbildung als Näherin gemacht. Früher würdest du lieber eine Stunde an der Nähmaschine sitzen oder lieber eine Stunde Vorstandssitzung machen?

Sonja Spannende Frage. Es ist natürlich sehr entspannend, eine Stunde an der Nähmaschine zu sitzen. Ich würde mich aber für die Vorstandssitzung entscheiden, weil ich denke, dass das Resultat, das Ergebnis doch noch mal weitreichender ist, als wenn ich eine Stunde an meiner Nähmaschine sitze.

Andy Kann man mir ein bisschen mehr bewegen?

Sonja Ja, genau.

Andy Welche Marke inspiriert dich außerhalb der Modebranche?

Sonja Ich finde, Nivea ist eine tolle, spannende Marke.

Andy Liegt es an der Farbe? Auch Blau weiß.

Sonja Genau auf Blau Weiß. Ich finde, diese Marke hat auch eine tolle Heritage. Man hat auch dort immer ein Bild vor Augen, mit was man Nivea verbindet. Und zeitgleich hat man auch immer wieder das Gefühl Nivea entwickelt sich weiter? Nivea geht neue Wege, hat ein tolles Marketingteam, hat ein tolles Setup, ist auch in Deutschland verankert und deswegen wäre das so nicht meine erste Wahl.

Andy Hast du da Kontakt?

Sonja Ja, haben wir. Ja, genau.

Andy Gibt es irgendwelche Vorbilder? Auch wo du sagst So, auf die blickst du zurück und sagst Das sind Menschen, Personen, die dich besonders geprägt oder beeinflusst haben?

Sonja Ja, es gibt mehrere. Ich hatte. Ich hatte. In meiner frühen beruflichen Tätigkeit hatte ich eine ganz tolle Vorstandsvorsitzende, die mein Vorbild war, die damals die Marke Biba geführt hat. Und das fand ich eine tolle Frau, weil sie mit ganz viel Dynamik und ganzheitlichem Ansatz wirklich das Unternehmen geführt hat. Und mit der habe ich mich immer gerne ausgetauscht. Und das war wirklich ein tolles Vorbild. Doris Strätker heißt sie. Ja genau.

Andy Werde ich auf jeden Fall noch mal nachschauen.

Sonja Ja, genau.

Andy Wenn du eine Woche mit einem anderen oder einer anderen CEO den Platz tauschen könntest, so Jobswitch. Fällt dir jemand ein?

Sonja Ich finde es ja immer super spannend, noch mal so einen Perspektivenwechsel einnehmen zu können und würde mich für den CEO von Katjes entscheiden. Es ist vielleicht nicht ganz so augenscheinlich. Offensichtlich Katjes hat vor gut einem halben Jahr. Also erstmal finde ich es Wahnsinn, wenn man dann in die Tiefe geht. Was hat Katjes alles schon als Vorreiter in seinem eigenen Bereich gemacht und sie haben vor einem halben Jahr Bogner gekauft. Und gerade das finde ich noch mal ganz spannend, um da in den Austausch zu gehen. Warum haben Sie sich für Bogner entschieden? Bogner ist auch eine Traditionsmarke. Und wie gehen Sie das Ganze an und was ist jetzt quasi Ihre Fragestellung, Ihr Ansatz, Ihre Perspektive, da halt so einen ganz neuen Ansatz zu wählen? Und das fände ich super spannend.

Andy Ja, generell interessant, glaube ich einfach mal die Perspektive zu wechseln und woanders reinzuschauen.

Sonja Ja.

Andy das waren schon die schnellen Fragen. Vielen Dank für die schnellen und super interessanten Antworten. Dann würde ich jetzt mit dir gerne in den Hauptpart des Podcasts gehen. Ein bisschen Herkunft, ein bisschen Zukunft. Wenn du die Geschichte von Schießer. Jemandem ganz kurz erklären müsstest, mit wenigen Sätzen wie würdest du das tun?

Sonja Ich würde sagen, dass eben achtzehn hundert fünf und siebzig Jacques gemeinsam mit seiner Frau Malwine das Unternehmen gegründet hat und was man so als Wurzel und Heritage schon mitnimmt, dass er für die damalige Zeit wahnsinnig innovativ und visionär im Sinne von Was ist etwas, wo ich einen Mehrwert liefern kann? Wie kann ich in Marke denken? Und da eben schon sehr früh in neue Ansätze für die damalige Zeit in die Entwicklung von hygienischen Unterwäschekonzepten gegangen ist. Und das finde ich, ist etwas ganz Besonderes, weil er zu der damaligen Zeit etwas revolutioniert hat, was vorher aussah. Wie einmal in der Woche wechsle ich mein weißes Leinenhemd und gehe wirklich in eine trikot inartige Struktur, die eben auch hautstimulierend ist, die ja mit einem Hygieniker entwickelt hat. Ich glaube, wenige Textilunternehmen haben damals so einen Ansatz gewählt, dass es ein ganzheitliches Konzept ist. Und das dann noch mal in der Kombination. Wenn man so nachliest über was bedeutet auch Schiesser für diesen Standort und was hat ihn geprägt? War auch schon immer eine große soziale Verantwortung dabei und das finde ich halt in der Kombination ganz wichtig. Von Schiesser immer so als die Heritage und die DNA mit mitzunehmen und mitzugeben.

Andy Finde ich super interessant. Du hast ja auch gesagt, ihr hattet letztes Jahr glaube ich das Jubiläum ein hundert fünfzig Jahre. Das ist natürlich eine wahnsinnslange Zeit, wirklich viel Geschichte, die dahinter steckt. Ihr habt auch, glaube ich, zur Geschichte bei euch eine Art Blue Room eingerichtet. Habe ich schon gesehen. Was kann man da sehen?

Sonja Da sieht man wirklich die gesamte Historie der Marke. Es sind auch noch mal schöne Kurzfilme aus den fünfziger, sechziger, siebziger Jahren digitalisiert. Man sieht die historischen Verläufe. Man sieht, was sind die Schwerpunktthemen aus den damaligen Zeiten gesehen. Man sieht wirklich ein fantastisches Originalkunstwerk, dieses erste hygienische Knüpftrikot von neunzehn hundert, was wir aus dem Museum der Geschichte von Stuttgart noch einmal übertragen bekommen haben und das auch damals, neunzehn hundert auf der Pariser Messe für Innovationen gezeigt wurde. Und ich finde, das zeigt man sieht so wirklich den historischen Verlauf. Und wir haben eben auch eine ganz besondere Stange an Originalen, die uns Kunden auch immer wieder mit ganz viel Verbundenheit zum Unternehmen und der Marke zur Verfügung stellen. Aus den ich, ich glaube teilweise zwanziger, dreißiger Jahre, fünfziger Jahre, siebziger Jahre. Also wirklich toll, das auch noch mal so wirklich in Form von wahren Bekleidungsstücken zu sehen und anzufassen.

Andy War damals auch einfach was ganz anderes. Also man musste sich ja zwangsläufig permanent weiterentwickeln und aber in dem Fall diesen Innovationsgeist habt ihr auf jeden Fall versucht euch beizubehalten.

Sonja Auf jeden Fall super wichtig, auch für die DNA der Marke und da eben auch immer wieder zu schauen, dass wir. Wir haben hier ein eigenes Labor, dass wir auch immer wieder über neue Technologien nachdenken und schauen, was gibt es da an Innovationen, an Zusatzausrüstung, um wirklich tolle Produkte zur Verfügung zu stellen?

Andy Jetzt habe ich vorhin schon ganz kurz in der Schnellfragerunde angedeutet Du hast Schneiderin gelernt. Hilft dir dieses Handwerk trotzdem immer noch in deiner Position, die du jetzt hast, als CEO von so einer großen Modemarke?

Sonja Ja, ich finde, aus verschiedenen Aspekten heraus hilft es immer noch. A hat man so ein tolles Gespür für jeden einzelnen Arbeitsschritt. Man hat ein gutes Gefühl dafür, was in der Ganzheit ein Produkt unauffällig, nahbar, angenehm und komfortabel macht. und da wirklich auch so ein Know how für zu haben. Und man nimmt wahnsinnig viel mit in Bezug auf Größenverläufe und und und. Da halt auch immer noch mal so ganz genau in Teile reinzudenken wie sieht halt ein Teil in einer kleineren Größe aus, wie in einer großen Größe und wie schafft man das so zu gestalten, dass sich jeder darin wohlfühlt? Und was man auch dafür mitnimmt, ist einfach diese diese, diese Bedeutung für jeden einzelnen Arbeitsschritt und den Respekt und die Wertschätzung auch für jeden einzelnen Arbeitsschritt. Wie wichtig die sind?

Andy Meine Meinung. Ehrlich gesagt, ich glaube, es würde vielen Managementpositionen gut tun, wenn sie das Handwerk tatsächlich kennen würden und da so weit reinblicken könnten, wie du das tust, kann ich mir sehr gut vorstellen, dass das wahnsinnig helfen kann. Ja, auf eurer Unternehmensseite, wo die Geschichte geschrieben steht, auch zum Unternehmen, dort steht Ohne Herkunft keine Zukunft. Also passend eigentlich zu dieser Rubrik jetzt ein bisschen Herkunft, ein bisschen Zukunft. Was bedeutet dieser Slogan denn für dich?

Sonja Also Herkunft ist ja auch wirklich das, was wir wahnsinnig. Was uns so besonders macht und was auch einfach die Grundlage allen Handelns darstellt. Dieses wirklich unsere Wurzeln. Was ist das gewesen, was wir von jeher beachtet haben, um für Menschen nahbar tolle Produkte herzustellen und das eben als wirklich Grundlage kompromisslos immer wieder anzuwenden, um darauf basierend in die Zukunft zu denken. Und das ist halt einfach eine tolle, wichtige Kombination, um immer wieder sich darauf zu besinnen Woher kommen wir? Was macht uns aus? Was sind unsere Wurzeln? Wie bleiben wir nahbar? Wie bleiben wir innovativ? Und wie machen wir das Ganze immer wieder im Sinne von neu denken und zeitgeistig umsetzen.

Andy Ihr produziert ja auch in Europa nicht mehr in Radolfzell. Aber in Europa? Wie stark ist denn aber der regionale Bezug zu Radolfzell denn immer noch und generell auch natürlich zur Bodenseeregion.

Sonja Sehr, sehr stark, weil nach wie vor. Wir hatten jetzt gerade am Wochenende die zwölf hundert Jahr Feier der Stadt Radolfzell und das war für uns natürlich absolut eine große Frage dessen Wie stellen wir uns da und wie öffnen wir unsere Tore? Und es war uns super wichtig, dass wir eben am Standort unsere Präsenz zeigen, weil es uns so wichtig ist, dass das seit jeher unsere Wurzeln sind. Wir sind stark vernetzt mit der Wirtschaftsförderung, mit dem Oberbürgermeister, mit dem Ganzen, mit den Ämtern hier, mit allen, die dafür Sorge tragen, dass die Industrie und die ganze Region sich weiterentwickelt Und außerdem haben wir es halt auch sehr wichtig gefunden. Fanden wir das auch sehr wertschätzend, dass wir zum Wirtschaftsdialog der Stadt Radolfzell und der Region eingeladen waren, weil es einfach auch wichtig ist, zukunftsfähig zu sein. Und da sind wir natürlich sehr offen, was den Dialog betrifft. Wir haben wirklich ein sehr, sehr gutes Verhältnis zur Stadt, und uns ist es eben auch sehr, sehr wichtig, da immer wieder in den Austausch zu gehen und über die nächsten Herausforderungen und Zukunftsthemen nachzudenken.

Andy Wie viele Leute seid ihr denn hier in Radolfzell?

Sonja Ungefähr vier hundertste.

Andy Okay, das ist eine große Menge. Du führst ja jetzt auch hier mit Schiesser eine Marke, die viele Menschen noch aus ihrer Kindheit kennen. Also, wir haben es gerade schon gesagt, es ist eine wahnsinnig lange Geschichte. Leute kommen teilweise auch und bringen euch noch so ganz alte Stücke mit. Hast du selbst eine persönliche Erinnerung aus der Kindheit oder aus früheren Zeiten?

Sonja Ja, ich. Ich habe auf jeden Fall mit meinem Bruder gemeinsam eine Tausendsassa Jugend hinter mir oder Kindheit hinter mir, dass wir eben in den Schiesser Schlafanzügen als Kinder groß geworden sind. Und ich kann mich immer noch wunderbar an meinen Papa im Schiesser Doppelripp erinnern, wie er da mit uns in den Sommermonaten abends auf der Terrasse oder beim Zelten im Campingurlaub mit uns gespielt hat. Deswegen verbinde ich damit auch sehr viel gemeinsame Familienzeit.

Andy Genau die Emotion, die du vorhin beschrieben hast.

Sonja Ja.

Andy Wie schafft man es denn jetzt aber, aus so einem Traditionsunternehmen eine moderne Marke zu machen?

Sonja Das ist ja das, wo ich sage, wir schauen uns an, was ist zeitgeistig wichtig und wir erarbeiten ganz stark neue, innovative Ideen. Der hybride Gedanke, der Lifestylegedanke Was hat sich in der heutigen Zeit geändert? Wie schaffen wir es da eben auch nahe an unserer ProduktDNA weitere Dinge zu entwickeln. Wenn du unten in den Blue Room gehen würdest, würdest du eine tolle neue aktive Kollektion sehen, die aber auch in den Gedanken geht. Es ist nah auf deiner Haut, aber du hast so einen hybriden Loungewear Gedanken. Es ist nicht rein aktiv, sondern wirklich vielseitig einsetzbar. Dass wir immer wieder auch schauen, wie schaffen wir es, die Marke noch mal mit einem modernen Branding zu versehen, neuere Produkte auch reinzubringen, die ganz viel Innovation zeigen und darüber hinaus natürlich auch Storytelling Behind the brand noch mal verstärken.

Andy Heißt auch, dass wir im Grunde schon versucht, auch so ein bisschen die Zielgruppe zu verjüngen und mit solchen Loungewear Geschichten wahrscheinlich dann auch noch mal eine ganz andere Zielgruppe ansprechen könnte.

Sonja Genau. Zielgruppe verjüngen und einfach auch noch mal mehr die Marke nach außen tragen, mit allem, was sie ausmacht. Deswegen habe ich jetzt auch das noch mal mitgebracht, weil ich finde, das ist auch so ein Teil dessen, was wir gerade machen, dass wir sagen, wir besinnen uns darauf, wir haben ja unseren Claim auch verändert und gehen jetzt in diesen Ansatz. Wir sind die Marke, die Pioniere der Wäsche sind und wirklich das klassische Iconic Tanktop ins Leben gerufen haben. Und wir sagen jetzt, dass wir Schiesser Originals, Originals Produkt sind für Original und das ist das ist, was wir gerne herausstellen möchten. Mit wahren Geschichten, die wir erzählen haben angefangen mit unseren Mitarbeitern da wirklich ein tolles Employer Branding zu machen und da würde ich mich natürlich auch freuen, wenn es den ein oder anderen Podcasthörer gibt, der sich da angesprochen fühlt. Wir möchten gerne so ein Stück weit dieses Community Building im Sinne von Was habt ihr alles für originelle Ideen zu erzählen für Originalstorys, Dass wir sagen, wir würden uns sehr freuen, wenn wir Sportvereine in der Region. Passt auch zu deiner Frage. Radolfzell Und was verbindet uns mit dem Standort? Wenn wir sagen Wer hätte Spaß, an dieser Competition teilzunehmen und sich als Mannschaft, als Teamsport in dem Original Tank Top abzubilden und uns seine Geschichte zu erzählen.

Andy Das sind die ganz neuen Trikots für die Sportmannschaften. Okay, finde ich eine coole Aktion. Also wer das hört jetzt im Podcast, darf ganz gerne sich melden und Fotos einreichen. Genau

Andy Mehr Infos zu dieser SportvereinsAktion findet ihr übrigens in den ShowNotes.

Andy Coole Aktion mit den Trikots. Ich bin sicher, dass ich einige Radolfzeller Sportvereine da angesprochen fühlen und mitmachen. Habt ihr. Wenn wir jetzt die Vergangenheit so ein bisschen betrachtet haben, auch wie ihr das versucht in die Zukunft zu bringen. habt ihr sonst auch kollektionsmäßig. Gibt es irgendetwas, was ihr geplant habt in den nächsten Jahren, was man jetzt schon ankündigen oder erwähnen könnte?

Sonja Ja, dass wir halt schon sagen ich habe es gerade kurz gesagt. Was sind so Iconic products? Das Revival Thema noch mal größer machen. Über das Branding der der gesamten Kollektion nachdenken. Noch mal schauen, wie stellen wir das Packaging noch mal dar? Aber auch, dass wir die Kollektion noch mal ein bisschen stärker differenzieren. Ein Stück weit auch schauen, wie wir Innovationen noch mal mehr reinbekommen. Noch mal neuere Shapes integrieren, die Kollektion ein bisschen Farbrange auch erweitern. Also ich glaube eine Vielzahl von richtig spannenden Themen aus der Kollektion selber und dann aber auch natürlich. Wir haben jetzt ein tolles Gifting Konzept für Weihnachten. So dass man auch mal sagt Was machen wir Tolles und wie erzählen wir das Ganze noch und wie machen wir es auch noch mal sichtbar am Point of Sale oder auch im eCommerce oder auf Instagram usw? Also da auch noch mal sehr viele Ideen, die wir gerade angehen. Ihr seid jetzt gerade mit uns hier im Raum. Der ist für morgen vorbereitet, dass wir eben auch schauen, was haben wir für Ansätze an Kooperationen, um dort auch noch mal spannende Geschichten vorzubereiten.

Andy Letztendlich ist Mode ja durchaus auch so, dass sich Dinge, also dass Dinge wiederkommen und sich wiederholen. Man sieht es ja auch. Also ich erkenne es zumindest schon mittlerweile auch immer wieder, dass Trends zurückkommen. Ja, und da sind ja eure Iconic Produkte sozusagen immer wieder total en vogue. Sogar. Ich hätte jetzt die Kategorie bisschen Klartext. Hand aufs Herz, da würden wir gern mit so ein paar Vorurteilen vielleicht auch aufräumen, vielleicht ein paar interessante Punkte noch mal ansprechen. Ich habe gerade schon die Modetrends erwähnt, die immer wieder kommen. Gibt es irgendwelche aktuellen Modetrends, wo du sagen würdest, bräuchtest du jetzt nicht unbedingt, könnte auch wieder weg.

Sonja Der aktuelle Chanel Sommerschuh, der nur aus einem Absatz besteht, den finde ich schon sehr, sehr skurril. Finde ich halt eher aufmerksamkeitserregend, als dass es irgendwie pragmatisch ist. Aber weil du gerade von Trends kommen wieder sprichst, würde ich sagen, ist der Capri Trend auch komplett an mir vorbeigegangen. Den habe ich irgendwie nicht für nötig gefunden, noch einmal aufleben zu lassen.

Andy Gibt es irgendwelche Vorurteile, mit denen du auch immer wieder konfrontiert wirst, wo du sagst, das begegnet dir immer wieder, Da musst du immer wieder Aufklärungsarbeit leisten oder dich erklären.

Sonja Vorurteile? Vielleicht gar nicht so sehr. Vielleicht ein bisschen Skepsis. Ein bisschen ja. Jetzt schauen wir mal, was sie so machen wird usw Und ich würde sagen, mit dem gehe ich aber ganz. Offen um und sage einfach, ich gehe in den Dialog mit. Mit Menschen, mit Kollegen, mit Mitarbeitern, mit Kunden. Und dann löst sich das auch ganz schnell auf.

Andy Also ist das tatsächlich also auch noch ein Thema, auch als weibliche CEO im Jahr zwei tausend sechs und zwanzig wirst du darauf noch teilweise auch angesprochen, oder?

Sonja Ja, schon, aber ich finde es auch gar nicht schlimm. Ich finde es gar nicht schlimm, weil ich denke dann auch wieder schön, dass man in so eine Rolle schlüpfen kann und da auch ein Stück weit zeigen kann, Der Weg ist toll und der ist möglich und der macht einfach viel Spaß.

Sonja Ja.

Andy Wie schwer ist es denn, in Zeiten dieser riesigen Fast Fashion Konzerne aus Fernost teilweise auch mitzuhalten? Wie, Wie kann man da wettbewerbsfähig bleiben? Oder wie grenzt man sich vielleicht auch ab?

Sonja Ich würde sagen, auf jeden Fall in Form von ganz viel Akribie auf Produktentwicklung und wirklich auf Qualität und Produkte wirklich mit einer entsprechenden Testphase zu versehen. und das macht echt den großen Unterschied. Bei uns wird wirklich jedes Produkt von von Endverbrauchern, von Kundinnen von. Von unseren Kolleginnen und Kollegen vorab getestet. Und da wird wirklich auf Herz und Nieren geprüft, da wird gewaschen, gemacht und getan. Und das unterscheidet uns. Und darauf sind wir stolz. Und das wird uns auch in Zukunft ausmachen.

Andy Bringt euch auch so ein bisschen jetzt gerade in solchen Zeiten, wie wir sie jetzt gerade erleben. Logistikprobleme hier, Krisen dort, Kriege, überall eure Produktion hier in Europa hilft euch die auch in solchen Zeiten dann einfach ohne Einschränkungen weiterarbeiten zu können?

Sonja Auf jeden Fall. Auf jeden Fall ist es sehr gut und wir sind dort eben auch so, dass wir Schnelligkeit generieren können. Das sind ja auch ganz andere Transportwege, ganz andere Produktionszyklen. Das ist wirklich schön. Ja.

Andy Dann würde ich jetzt ganz gerne zur jetzt schon fast traditionellen Wir sind wieder bei Tradition, fast zur traditionellen Kategorie. Als Abschluss des Podcasts kommen. Ich habe einen eine kleine Idee vorbereitet als Pitch heißt Du kannst dich zurücklehnen, kannst einmal mich erzählen lassen und im Anschluss bin ich sehr gespannt auf deine Dein Feedback dazu. Und wir als Kreativagentur arbeiten täglich mit kreativen Ideen, überlegen uns Dinge, Konzepte Und so ist mir auch hier natürlich im Zusammenhang mit Schiesser direkt was durch den Kopf geschossen und ein bisschen hat sich das sogar im Gespräch jetzt noch gehärtet, was ich mir vorhin schon überlegt habe. Von daher passt es glaube ich ganz gut.

Sonja Okay.

Andy Ihr seid eine Marke, die seit Generationen für Echtheit, für Qualität, Authentizität steht. Alles, was du gerade schon schön erläutert hast, auch euer Claim Originals for Originals ist ja genau das. Also, das bringt es auf den Punkt. Also transparent. Dieses Gefühl von Authentizität. Echtheit. Auf einen kurzen Claim runterzubrechen. Warum daraus nicht ein Format machen, dass es den Leuten noch näher bringt? Du hast schon erzählt, ihr seid da ganz stark dabei und versucht echte Geschichten über Storytelling den Leuten auch eure Herkunft zu zeigen. Und ich würde es den Leuten so nahebringen, wie man es nur tun kann. Und zwar auf die Ohren. Heißt meine Idee ein hochwertiger Podcast. Das ist nämlich für mich schon direkt ein Podcast Titel gewesen. Originals for Originals heißt ein hochwertiger Podcast, der keine klassische Unternehmenskommunikation ist, keine Produktwerbung oder so etwas, sondern echte Gespräche mit Menschen, die ihren eigenen Weg gehen, die authentisch sind. Unternehmerinnen, Kreative, Sportler, Persönlichkeiten, die eine Haltung haben zu einem Thema, zu etwas. Und Menschen im Prinzip, die wie Schiesser sind, authentisch, zeitlos, charakterstark. Und so ein Audioformat passt meiner Meinung nach eigentlich super perfekt zur Marke. ohne jetzt Hochglanzfilter ohne Schnickschnack wirklich runtergebrochen auf das Essentielle. Und das würde nicht nur Reichweite schaffen, sondern natürlich auch Markenbindung und emotionale Relevanz. Das wäre mein Pitch. Der Podcast Podcast Originals for Originals.

Sonja Super schön. Das ist irgendwie so, als wenn ich schon so einen kleinen Hintergedanken gehabt habe. Als ihr hier aufgebaut habt, habe ich gedacht. Ihr habt jetzt ein komplettes Podcast Equipment. Sowas wäre auch total spannend, wenn wir so etwas für Schiesser hätten. Und was eben auch der Fall wäre. Also erst mal danke für deine tolle Idee. Das resoniert total und ich finde auch schön diese Facetten, warum jemand ein Original ist und was ihn so besonders macht, auch noch mal für andere transparent zu machen. Das ist eine tolle Idee und vielleicht könnt ihr uns ja dabei unterstützen.

Andy Das würden wir natürlich sehr gerne. Wenn du Unterstützung brauchst, können wir gerne in den Dialog gehen.

Sonja Natürlich sehr cool.

Andy dann wären wir auch schon durch. Das war's. Ein bisschen Bodensee Business. Vielen Dank, dass du dir die Zeit genommen hast, dass du uns so tolle Einblicke gegeben hast in das, wo Schiesser herkommt, wo du herkommst und was ihr aber auch in Zukunft noch so alles vorhabt und plant.

Sonja Super gerne! Andy hat sehr viel Spaß gemacht.

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