Wie man eine ikonische Getränkemarke aufbaut: Samuel Neumann von Violet Aperitif

Shownotes

Wie entwickelt man eigentlich einen eigenen Aperitif und baut daraus innerhalb weniger Jahre eine erfolgreiche Marke auf?

In dieser Folge von Bisschen Bodensee Business ist Samuel Neumann, Mitgründer von Violet Aperitif, zu Gast. Gemeinsam sprechen wir über den Weg vom sicheren Job in der Automotive-Branche zum eigenen Startup, warum ausgerechnet eine Pinot-Noir-Traube, sizilianische Grapefruit und Rhabarber die Grundlage für Violet bilden und weshalb Markenaufbau weit mehr bedeutet als nur ein gutes Produkt.

Außerdem geht es um Kaltakquise zwischen Hotelbars und Supermarkt-Regalen, den Purple Spritz Club, alkoholfreie Alternativen und die Vision, ein Stück La Dolce Vita vom Bodensee in die Gläser der Menschen zu bringen.

Es gibt auch Premiere bei Bisschen Bodensee Business: Statt „Hand aufs Herz“ heißt es diesmal „Hand ans Glas“. Andy darf live im Podcast die Signature Drinks von Violet testen. Prost!

Hinweis: In dieser Folge dreht sich alles um Aperitivgetränke. Deshalb richtet sich die Episode an Erwachsene. Bitte genießt Alkohol verantwortungsvoll.

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Transkript anzeigen

00:00:00: Andy: Samuel. Schön, dass du hier bist.

00:00:02: Samuel: Vielen lieben Dank für die Einladung. Danke. Schön, dass ich da sein darf.

00:00:05: Andy: Ich würde gern direkt reinstarten, mit so einem kleinen Bild im Kopf. Ich sitze am Bodensee. Schöner Blick über den See. Es ist warm. Es ist Sommer. Sonnenuntergang. Schöne Stimmung am Himmel. Drink in der Hand. Warum sollte da Violet drin sein?

00:00:25: Samuel: Ja, also, wir stehen ja für besondere Momente. Das ist ja auch uns sehr, sehr wichtig in der Firma oder auch, wofür dieses Produkt geschaffen wurde. Und ich sage mal, wenn natürlich in Konstanz sitzt oder in der Bodenseeregion, dann würde ich erstmal sagen drink local. Ja, es ist ein lokales Produkt. Es gibt ja noch mal ein bisschen anderen Vibe. Ja, und natürlich Bei uns ist ja auch eine Besonderheit die Farbe letzten Endes. Also es gibt wahrscheinlich nichts Schöneres, auf den See zu blicken, einen tollen Moment zu haben und dann natürlich so ein Getränk in der Hand zu halten, würde ich sagen. Es ist schon ein Perfect Match. Am Ende vom Tag. Ja, cool.

00:01:00: Andy: SchnellFragerunde Was ist dein Lieblingsaperitif außer Violett?

00:01:07: Samuel: Ja, es ist eine interessante Frage. Ich würde behaupten, ich mag es eher ein bisschen bitterer. Das ist so ein bisschen meine Leidenschaft. Auch da würde ich zum Campari tatsächlich tendieren. Ich bin eigentlich ein Fan, so ein bisschen auch von diesem ganzen spritzigen mit Prosecco. Also würde ich sagen, Campari Spritz würde ich, würde ich nehmen.

00:01:27: Andy: Lieber schnelles Wachstum und Exit oder langfristig profitabler Aufbau.

00:01:35: Samuel: Ich denke, ein Mix aus beidem tatsächlich Wachstum ist uns natürlich sehr wichtig. Wobei jetzt der Exit mal jetzt nicht die große Rolle spielt. Aber natürlich ein smarter Wachstum. Profitabilität muss natürlich auch gewährleistet sein, aber ich finde, es ist einfach wichtig, gesund zu wachsen. Ja.

00:01:53: Andy: Lieber Sommer am See oder Winter. Apres Ski auf dem Berg.

00:01:59: Samuel: Sommer am See? Definitiv ja.

00:02:01: Andy: Aber er beliefert im Prinzip auch mittlerweile Skigebiete.

00:02:04: Samuel: Natürlich. Ja, wir sind natürlich auch Partner von Ischgl. Ja, das ist einfach. Es ist auch ein Perfect Vibe, so in den Bergen also. Aber wenn ich jetzt nur eins von beiden aussuchen dürfte, würde ich tatsächlich eher den See bevorzugen. Ja gut.

00:02:16: Andy: Vor allen Dingen bist du natürlich hier bei Bisschen Bodensee.

00:02:18: Samuel: Podcast.

00:02:19: Andy: Süß oder sauer?

00:02:21: Samuel: Süß.

00:02:24: Andy: Letzte Frage Was war zuerst da? Die Farbe oder der Name?

00:02:31: Samuel: Die Farbe?

00:02:33: Andy: Dann sind wir mit den Schnellfragen durch und gehen direkt in den Hauptteil.

00:02:38: Samuel: Ja.

00:02:38: Andy: Wie kommt man eigentlich auf die Idee, einen eigenen Aperitif zu entwickeln?

00:02:44: Samuel: Ja, das ist sehr spannend und es war keine Eingebung in einem Traum. Tatsächlich, Es war schon irgendwo ein bisschen eine Mission, die wir schon länger verfolgt hatten. Also meine für alle Zuhörer und Zuhörerinnen Die Bianca ist praktisch meine Partnerin und sie ist eigentlich auch der Grund, warum es Violet gibt. Letzten Endes ja. wir lieben sehr, sehr kulinarische Sachen, sei es Essen gehen von Weinen, Reisen etc. Und irgendwann hat sich halt mal die Frage gestellt, wenn wir so ein bisschen in den Restaurants waren, das natürlich in der Aperitifkarte immer so ein bisschen diese gleichen Player standen. Ja, und dann haben wir uns gefragt, Warum ist das denn eigentlich so? Warum gibt es denn nicht noch mehr Geschmacksprofile, die da noch mit drin sind. Mal eine andere Farbe und co. Und dadurch, dass wir vom Bodensee kommen. Wir leben ja in einer sehr schönen Region, wo auch Weinbau sehr, sehr groß angebaut wird, wo auch eine entscheidende Rolle spielt. Hier in der Region dachten wir auch warum. Warum machen wir nicht was aus Trauben? Das war der erste Gedanke, den wir hatten. Eigentlich ja. Unabhängig von der Farbe oder vom Namen. Ja, und dann haben wir natürlich uns auf die Reise begeben und haben gesagt, Jetzt probieren wir erst mal alle Mitbewerber. Diesmal so gibt. Aber man muss ja irgendwie eine Indikation haben. Was macht man? Wie soll das schmecken? Aperitif Es sind ja immer so ein bisschen leicht bitter. Ja, was ist auch ein bisschen im Trend? Natürlich.

00:04:05: Andy: Das sind aber auch eine Menge, oder? Also es sind ja nicht nur zwei, drei.

00:04:08: Samuel: Genau. Es gibt ja von Campari Lillet Aperol. Das sind jetzt die größten. Es gibt aber auch recht kleinere. Einfach mal ein bisschen durchprobiert. Dann haben wir praktisch wirklich Notizblock genommen, aufgeschrieben, eine Bewertung gegeben. So viel war der Geschmack, so viel war Bitterkeit, so süß war der Drink. Ja. Haben verschiedene Varianten letzten Endes probiert. War ein.

00:04:27: Andy: Lustiger Abend.

00:04:28: Samuel: War ein sehr, sehr lustiger Abend. Sind auch dafür viel in die Gastro gegangen. Wie wird das serviert? Der Drink, Wie kommt er an? Wie sieht er im Glas auch natürlich aus? Was für Ingredients sind drin als Deko? Und letzten Endes hatten wir dann ja, man kann sagen, wie so ein DNA Muster von unserer Vision, die wir im Kopf hatten und haben uns dann letzten Endes natürlich nach einem Hersteller umgeschaut, nach einem Produzenten. Da war uns auch wichtig die Herkunft, wo jetzt hergestellt. Wie sind die Werte auch von der Destillerie und Co und hatten da eigentlich dann recht früh schon einen sehr sehr zuverlässigen Partner, der uns dann mit begleitet hat? Wir haben ihm gesagt Du, pass auf, wir würden da gerne was aus Trauben machen, vielleicht mit Grapefruit in Verbindung, um diese Säure noch zu bekommen. Und dann gab es ja auch etliche Tastings, lustige Abende, auch viel mit Freunden, wo man dann einfach mal probiert hat, wie schmeckt der Drink? Also es war dann nicht gleich so, dass man sagt, die erste Flasche, die kam, hat dann gepasst. Es hat schon einen Ticken gedauert.

00:05:24: Andy: Aber ich muss da mal kurz einhaken. Wie kann man sich das denn vorstellen? Also jetzt gehst du auf so eine Destillerie zu. Als ganz normaler Mensch sag ich mal, du bist ja jetzt kein Großproduzent oder irgendwie mit einer Firma im Background, sondern sagst Hey, wir würden gerne einen Aperitif machen. Könnt ihr das tun? Oder. Also, und die sind die Türen da offen? Oder hast du da eher das Gefühl? Schwierig.

00:05:46: Samuel: Letzten Endes sind sie schon offen. Also man muss natürlich seine Mindestabnahmemengen dann schon am Anfang auch halten. Man muss ja auch ein gewisses Kontingent bezahlen, weil natürlich eine Destillerie lebt ja von so was. Und es ist auch so, dass natürlich viele irgendwelche Produkte anfragen, die am Ende vielleicht auch nicht in den Markt gehen. Ja, das sind dann wirklich so Hobby Freizeit Projekte. Und am Anfang wussten wir natürlich auch nicht, wo es hingeht. Im Endeffekt haben wir einen Drink für uns geschaffen, in erster Linie, weil wir was Neues gesucht haben, was wirklich mit Charakter, wo wirklich auch so unique ein bisschen aussieht und auch unser Produzent wusste ja auch am Anfang nicht wo geht die Reise hin? Ja, sagen wir mal, nimmt jetzt fünf hundert Flaschen ab und dann war's das. Oder weil am Ende vom Tag der mehr dazu wie das Produkt zu fertigen, sondern eine Brand aufzubauen, wirklich eine Akquise zu machen und halt wirklich zu wachsen. Ja, und letzten Endes, so wie du es beschrieben hast, sind wir da, haben wir angeklopft. Ich bin ja aber auch eher so ein offener Mensch. Wir haben auch sehr, sehr gute Verbindungen auch menschlich zueinander gefunden. Und er fand es auch beeindruckend, dass ich nicht aus der Branche kam, aber trotzdem Ahnung hatte von Spirituosen, was er sagt, was sehr wichtig auch irgendwo dann ist.

00:06:55: Andy: Letzten Endes Woher kommt das Wissen?

00:06:57: Samuel: Aus Hobby, Aus dem Hobby? Ja, also ich. Ich trinke auch sehr gerne Wein. Ja, ich bin auch ein bisschen so groß geworden. Da gab es auch immer mal wieder verschiedene Weine am Tisch, an Weihnachten und Co. Ich habe mich immer sehr viel mit den Etiketten beschäftigt. Was ist da drin? Warum heißt die Rebsorte wie die? Und so hat sich das praktisch dann durchgezogen.

00:07:14: Andy: Die Hobby Sommelier.

00:07:15: Samuel: So. Hobby Sommelier Ja, also wenn ich vielleicht jetzt nicht bei Violet Hätte ich vielleicht noch eine Sommelierausbildung gemacht. Es interessiert mich tatsächlich immer mal wieder. Und so ist es dann letzten Endes dann praktisch auch entstanden. Auch dieser Bezug zu den Trauben und Co.

00:07:30: Andy: Und dann habt ihr nur die Idee abgegeben und ihr habt seid ihr sehr analytisch rangegangen, wie du gerade erklärt hast? Genau. Ihr habt quasi gewusst, wie soll es schmecken, was möchtet ihr haben und wusstet aber nicht, wie er da hinkommt. Genau. Und habe dann mit der Destillerie zusammen einfach Tests gemacht.

00:07:46: Samuel: Verschiedene Tests gemacht. Genau. Uns war halt wichtig, dass dieses Produkt auf natürlicher Basis besteht, weil die Vertriebsstrategie am Anfang war dann schon, dass man gesagt hat, wir möchten das Produkt eher in die Gastronomie bringen anstatt in den Handel. Und Gastronomen legen sehr viel Wert auf eine kurze Zutatenliste, wo wir sagen, es ist regional, es ist dann regional auch produziert, zum Teil natürlich auch und es sollen auch Rohstoffe verarbeitet werden, die halt einfach von einer guten Qualität aus sind. Und somit hat man dann halt probiert und gemacht Und die Farbe ist natürlich auch so ein USP. Bei uns ist auch nicht einfach herzustellen in dieser Farbspektrum, wo wir sind.

00:08:26: Andy: jetzt hast du einen schnell fragen. Ja, aber gesagt, es war zuerst die Farbe da und dann der Name. Das heißt, ihr seid schon nicht jetzt mit dem Blick rangegangen. Ihr wollt genau diese Farbe und irgendwas machen, was diese Farbe bekommt.

00:08:39: Samuel: Genau. Am Anfang war es halt so, wenn man, wenn man sich das so vorstellt, wir sind ein Destillat, also wir erzeugen ja selber unseren Rohralkohol, dann kommt ja da am Ende natürlich auch was raus. Ja, also es wird ja durchsichtig praktisch. Dann setzen wir da natürlich dann auch natürlichen Farbstoff noch zu oder Süßkartoffelkonzentrat zum Beispiel. Und dann hat sich das halt durch die Trauben sehr schnell in diese violette Richtung bewegt. Und dann wussten wir jetzt auch nicht, wie soll die Brand überhaupt heißen? Und irgendwie sind wir dann so auf die Idee gekommen Violet

00:09:08: Andy: war auch dann der Gedanke mit Violet, weil es ja auch noch ein Name ist, also ein Frauenname.

00:09:15: Samuel: Ja, es war. Das ist schon eher weiblicher ausgelegt, kann man sagen. Er hat durch die Farbe ist die Zielgruppe schon auch eher weiblich. Ja, wobei es auch viele Männer gibt, tatsächlich die violett trinken. Man kann es so im Schnitt sechzig vierzig. Ja, weil es ja doch auch ein bisschen herb drin ist. Ja, und letzten Endes war es dann halt eine gute Kombination von der Farbe und den Namen. Es ist einfach auszusprechen, ist auch für den Internationalisierungsgedanke irgendwann mal natürlich auch sehr einfach zu vermarkten. Ja, und letzten Endes haben wir es auch geschafft, auch eine Trademark von diesem Namen aufzubauen, was auch uns in die Karten spielt. Letzten Endes, was sehr hilfreich ist für die Kommunikation.

00:09:54: Andy: Was habt ihr alles schützen lassen?

00:09:55: Samuel: Also Violet selber ist halt so eine Wortmarke, ist hier in Deutschland auf jeden Fall geschützt, auch als Merchandise und Co. Also ist durchgehend geschützt. Aber wir haben auch andere Dinge schützen lassen, wie zum Beispiel unsere Bewegung. Ja, der Purple Spritz Club. Ja, da kommen wir vielleicht auch noch ein bisschen drauf. Das ist ja so unseren Kampagnenslogan. Ja, das hat einen sehr emotionalen Kern. Für uns auch. Und das sind einfach wichtig, dass das zu uns einfach gehört.

00:10:18: Andy: Ja, okay, genau. Wir gehen nachher noch genauer darauf ein auf das Geschmacksbild, auf wie sich denn zusammensetzt, was alles drin ist. Ich würde noch mal einen Schritt zurück machen. Ja, jetzt hast du erzählt. Wie habt ihr angefangen? Wie ging es los? Wo kommst du denn her? Also, was war eigentlich dein Ursprung? Du hast gemeint, du kannst jetzt nicht direkt eben aus der Gastro oder aus dem Bereich irgendwie Getränke, Handel oder sonst was.

00:10:43: Samuel: Ja, ja, ich komme eigentlich aus der Automotivebranche. So, und jetzt nicht direkt für einen, für einen Automobilhersteller, aber für einen Zulieferer hier am See. Genau hier in der Bodenseeregion. Genau. Und ich bin dann praktisch. Ja, Vertrieb lag mir schon immer so ein bisschen. Aber ich bin eher technikbasierter. Sagen wir es mal so Ja. Ich habe mit einer klassischen Ausbildung angefangen, mal war dann auch mal im Ausland etwas länger, bin viel rumgereist. Ich habe sehr, sehr viel gesehen im Job, auch hatte immer gute Kollegen, gute Mentoren vor allem. Also ich hatte immer Leute, die mich sehr aufgebaut haben. Und letzten Endes von der letzten Position, die ich dann hatte, war ich halt im Vertrieb tätig. Gerade im GroßkundenBereich, im Key Account Management, wo natürlich auch im Vertrieb sehr hoher Druck lastet. Also Automotive Kunden sind sehr komplexe Kunden. Da ist natürlich viel wie rede ich mit einem Kunden, mit Zahlen, Kalkulationen und Co. Und das hat mich letzten Endes auch so geformt im Vertrieb, wie ich dann auch bei Violet letzten Endes auch auftritt.

00:11:43: Andy: die Automotivebranche ist ja jetzt schon seit ein paar Jahren auch mehr oder weniger in so einer kleinen Krise. Zumindest wird es so auch überall immer diskutiert. War das auch so ein bisschen Anstoß, dass du gesagt hast, du willst jetzt was anderes machen?

00:11:56: Samuel: Ich glaube, die Krise war es an für sich nicht. Ich hatte schon einen gesicherten Arbeitsplatz und vor allem in der Branche, wo wir auch tätig waren. Wir waren nicht nur in der Automotive tätig, sondern auch in der Medizin sehr stark oder auch in der Agrarwirtschaft und co. Also wir waren da schon sehr gut gesattelt eigentlich, aber letzten Endes, warum wir oder ich mich dann dazu entschieden habe, das einfach auch Vollzeit zu machen, war einfach auch die Liebe zu der Band oder zu dem Unternehmen. Weil man kann einfach, wenn man was von was überzeugt ist. Und wenn man wirklich alles darauf setzt, dann muss man dafür brennen und man muss diesen Schritt auch gehen. Weil ich kenne kaum einen Unternehmer, der sagt, ich bin jetzt hier irgendwo parallel unterwegs, Das ist einfach, das ist eine Flamme, die in mir entfacht ist, wo ich gesagt habe, ich will das machen, das ist mein Baby und ich mache das groß.

00:12:42: Andy: Ja, okay, ab wann ging das dann wirklich? Ab wann war der Moment All in?

00:12:46: Samuel: Also man kann sagen so, wir haben gut ein Dreivierteljahr das nebenbei gemacht. Ja, so ungefähr. Und irgendwann mal ist natürlich auch Wachstums geschuldet. Man wird größer, man kann auch keine Termine so richtig wahrnehmen, sondern man kann sich das so vorstellen Ich bin abends nach Hause gekommen und habe dann noch in der Garage meine Pakete gepackt. Und irgendwann muss man natürlich auch für das Unternehmen mehr da sein. Man muss Logistik outsourcen, man muss größer denken. Da waren wir dann teilweise schon auch bei Rewe oder Edeka, wo es dann auch schon konkrete Gespräche stattgefunden haben. Und dann haben wir auch gesagt, also man muss jetzt schon diesen Vollzeit weg gehen. Und es gab tatsächlich einen Moment, da musste ich selber schmunzeln. Und zwar wir wohnen in einem fünf Parteien Haus und bei uns gab es ganz klassisch Türe auf, dann ist der Hausgang da. Und da haben wir dann immer unsere Pakete abgestellt, weil DPD hat die dann immer abgeholt. Und irgendwann bin ich auch nach Hause gekommen und dann standen da wirklich vierzig Pakete in dem Hausflur. Es sah aus wie ein Versandhaus. Und da musste ich wirklich lachen und hab einfach gesagt okay, wir sind doch nicht mehr so klein, wir können größer werden, aber wir müssen jetzt die PS auf die Straße bekommen. Das war auch so ein so ein kleiner Schlüsselmoment, wo mir so geblieben ist.

00:13:58: Andy: Typischer Start up Vibe.

00:14:00: Samuel: Genau das ist wirklich so? Ja.

00:14:02: Andy: Wie läuft es denn jetzt aktuell? Du hast gesagt, ihr habt ursprünglich eigentlich angefangen, mit Ziel in die Gastro zu kommen, jetzt aber auch im Handel. Rewe hast du gerade schon angesprochen Edeka, Wo gibts euch überall.

00:14:15: Samuel: Also primär sind wir sehr stark im Südwesten hier. Ja, das ist so die stärkste Region, wobei auch Bayern auch gut anzieht und co. Violet bekommt man schon auch national, aber das ist dann immer natürlich von Bundesland zu Bundesland vereinzelt. Wir haben dann schon immer mal einen Händler oder Edeka Inhaber oder Rewe mal, aber ich sag mal primär ist schon hier der Fokus. Gerade auch zu der Gastro ist nach wie vor für uns der höchste Stellenwert. Also Gastronomie ist für uns wirklich, wo wir auch viel rausgehen, wo wir auch beraten, wo wir immer vor Ort sind, wo wir neue Konzepte mit den Gastronomen gemeinsam entwickeln. Diesen Austausch ist uns sehr, sehr wichtig. Ja, nichtsdestotrotz Handel natürlich auch ein. Ein Markt, der für den Endkonsumenten natürlich sehr wichtig ist, weil natürlich trinkt. Jetzt sage ich mal der Gast in der Gastronomie und sagt Hey, das ist ein tolles Produkt. Ich würde es mir gerne gerne kaufen. Also müssen wir natürlich auch gewährleisten, gerade in größeren Städten, dass natürlich Violett da, wo auch eine gute Gastronomie Umfeld ist, auch dort verfügbar ist. Dann im Handel.

00:15:17: Andy: Und wie kommst du da hin?

00:15:18: Samuel: Also ganz klassisch Kaltakquise. Ja, man nennt es ja so schön Türklinken putzen. Ja, das ist auch wirklich so, es ist ein hartes Umfeld. Man kann sich das vorstellen. Man man läuft in eine Gastronomie rein. Da waren dann am Tag schon acht andere Vertreter von Brands da. Ich mache es gerne. Ich ruf wirklich lieber erst mal an, dass man mich erst mal kennenlernt. Kurz Ich bin nicht so der Fan, wo einfach wahllos eine Email schickt. Manchmal kommt man nicht drumherum. Dann ist es so, bei der Edeka und Rewe das gleiche in den Markt reinlaufen, den Zuständigen der Spirituosen finden vielleicht gut. Glück kennt der einen schon, vielleicht auch nicht. Dann natürlich überzeugen Muster da lassen. Also es kennen die ganzen Außendienstler auch von großen Brands. Es ist ein harter Job, man ist sehr viel unterwegs, aber man lernt auch viel dazu.

00:16:02: Andy: Und das ist im Prinzip das, was du auch gelernt hast.

00:16:04: Samuel: Genau, in einem gewissen Maße schon. Ja klar, bei bei der Automotive, da geht es manchmal um höhere Beträge, dann letzten Endes bei einer Kaltakquise auch da zieht sich das auch länger. Aber im Endeffekt egal was man verkauft, es ist immer am Anfang, Man kennt sich noch nicht. Man muss erst mal so ein bisschen so ein Vibe miteinander aufbauen. Und dann natürlich muss derjenige auch überzeugt sein von dir selber, natürlich auch von dem Unternehmen, aber auch vom Produkt. Letzten Endes.

00:16:29: Andy: Ihr seid auch stark auf Social Media. Natürlich. Und du hast gerade schon gemeint Purple Spritz Club. Ja.

00:16:37: Samuel: Genau. Wir haben ja den Aperitif geschaffen für erstens, um Menschen zusammenzubringen. Also es ist ja nicht nur so, dass wir gesagt haben, wir möchten jetzt der Nächste sein, der hier im Regal steht, sondern es war ja auch für eine Community gedacht, um mehr Vielfalt auf eine Karte zu bringen. Und deswegen ist für uns halt dieser emotionale Kern sehr, sehr wichtig zu sagen. Erstens mal Menschen zueinander zu führen, Ja, über besondere Abende, Momente, so wie du es am Anfang ja beschrieben hast. Ein bisschen kann man sagen ja. Und natürlich auch, um diesen Moment besonders zu machen. Und der Purple Spritz Club ist einfach das große Ganze, wo man ein Teil von einer Familie ist. Also ich nehme auch gerne mal meine Community mit und zeig mal, wenn ich in den Edeka gehe, wenn ich irgendwo hinreist. Ja, das ist mir für mich wichtig, dass die Menschen da draußen verstehen, Was tun wir überhaupt am Ende vom Tag? Ich möchte jetzt nicht die Türen verschließen und sagen, wir fertigen das ab, Bitte kauft das, sondern kommt gerne mit auf diese Reise.

00:17:26: Andy: Was, wenn ich jetzt in diesem Purple Sprit Club einträte? Kriegt er einen Mitgliedsausweis oder was? Was steckt da dahinter?

00:17:35: Samuel: Ja, schön. Wäre es eine gute Idee, vielleicht mal einen anzufertigen? Ja. Nein. Es gibt. Also in diesem Rahmen ist natürlich so, wir arbeiten natürlich auch mit Newslettern und co. Wenn du im Purple Sprit drin bist, kriegst du natürlich auch viel mehr Insights. Natürlich von dem Unternehmen zu sehen. Du kriegst speziellere Angebote, wir haben einen eigenen Purple Sprit Club Community in Instagram, wo auch exklusive Inhalte verlost werden. Also wir verlosen auch Merchandiseartikel, die man nicht kaufen kann und die nur die Purple Spritz Club Member bekommen.

00:18:04: Andy: Wo soll es denn hingehen? Was sind die Pläne, die Ziele? Wo möchtet ihr in den nächsten zwei, drei Jahren sein? Mit Violet

00:18:12: Samuel: Also in erster Linie möchten wir natürlich Violet mehr zugänglicher machen für für die Menschen einfach auch primär im DACH-Raum. Ja, dass man jetzt auch sagt, wenn jetzt einer mal wirklich in Köln in einem Edeka reinläuft, dass er einfach auch dort verfügbar ist. Ja, wir kriegen wirklich oft hunderte Nachrichten, wo die Leute schreiben bitte dahin und hier. Und das ist natürlich am Anfang sehr schwer abzubilden, weil ich ich rufe natürlich dann die Edeka an und Co, aber da rufen natürlich auch andere oft an, ja. Also in erster Linie würde ich sagen erst mal nationaler Ausbau. Ja, aber dass man auch schaut mit Bewusstsein. Wo macht es Sinn zu wachsen? In welcher Stadt ist überhaupt so ein bisschen so aperitivo Niveau, wo es gerade anzieht? Ja, wo macht es eigentlich auch Sinn? Also jetzt nicht wahllos in jedes Bundesland einfach mal reinlaufen, sondern wirklich auch mit mit Kopf dahinter. Und das halt so ein bisschen, zwei, drei Jahren, dass wir in diesem Premiumsegment, sage ich mal, wo wir uns bewegen und in diesem Segment, dass wir halt auch eine bekannte Marke einfach sind, dass wenn einer das sieht und sagt ja, das ist Violet, das kenne ich, habe ich schon mal getrunken. Also das ist so die Mission dahinter, die Marke und das Produkt bekannt zu machen.

00:19:15: Andy: Internationalisierung hast du vorhin auch kurz angesprochen.

00:19:18: Samuel: Ja, das ist natürlich immer der Wunsch, auch von allen Firmen. Ja, das ist ein langer Weg. Ja, also ich sage auch immer mal, wenn man überhaupt mal nach Europa irgendwohin liefert, ist es schon schon. Hut ab. Ja. Ja, Weil viele ja immer gleich sagen Du, ich möchte gleich mal nach Frankreich oder nach Spanien. Aber Deutschland ist schon ein riesen Markt, muss man sagen. Auch für einen Aperitif okonzepten. Die Deutschen sind auch sehr bewusst, was das angeht mit diesem ganzen Dolce Vita und co. Also wir Deutschen zelebrieren das gerne die Aperitif aus. Deswegen ist primär jetzt erst mal hier Österreich arbeiten wir auch gerade stark daran, das noch mal mehr zugänglicher zu machen. Deswegen auch praktisch die Partnerschaft, die auch mit Ischgl zusammen zum Beispiel. Und wenn wir dann mal wirklich hier verfügbar sind im deutschen Raum und sagen, das ist auf einem gewissen Niveau, wo das passt, dann können wir natürlich mal drüber reden. Europa etc. geht es mal weiter. Um das auszubauen.

00:20:07: Andy: Wahrscheinlich ja auch produktionsmäßig, muss man sicherlich schauen, oder? Wie weit kannst du überhaupt hochfahren?

00:20:12: Samuel: Ja, das ist natürlich auch ein Faktor immer. Der ist natürlich irgendwo auch limitiert. Oftmals ist gar nicht an den Rohstoffen und co. Wir hatten auch schon die Fälle, dass zum Beispiel Glasflaschen ausgegangen sind. Also es muss ein Gesamtkonzept sein. Da fängt es von der Kartonage an bis zur Kapsel und die Trauben, alles was man halt verarbeitet.

00:20:31: Andy: Aber ihr hättet noch Potenzial. Das geht schon noch mehr.

00:20:35: Samuel: Genau. Wir haben Potenzial nach oben. Klar. Wenn ich jetzt anrufe bei unserer Destillerie und sagt, ich brauche jetzt eine halbe Million Flaschen gleich, dann sagt er auch Da muss ich dann schon mal kurz warten. Also man plant ja natürlich auch. Man macht Forecasts und plant einfach mal durch. Aber aktuell haben wir schon auch Kapazitäten deutlich nach oben.

00:20:51: Andy: Wie viele Flaschen gehen denn dieses Jahr noch so raus? Oder diesen Sommer? Oder. Hast du irgend so einen Wert, dass man sich vorstellen kann, Wie viel produziert ihr denn aktuell?

00:20:59: Samuel: Ja, also man kann schon so einen kleinen Insight geben. Also Wir haben angefangen mal so mit mit vier tausend Flaschen. Ja, das ist dann so sage ich mal, es ist ein bisschen mehr wie Hobby Bereich. Ja, so aktuell. Ich sage mal, in den nächsten eineinhalb Jahren, da gehen wir dann schon so auf die siebzig bis achtzig tausend Flaschen hin. Okay, also wir wachsen da schon kontinuierlich. Man muss aber auch sagen, wir führen ja auch zwei Linien. Also wir haben ja auch noch den Alkoholfreien, Der der Markt wächst kontinuierlich auch an, es ist das spüren wir auch

00:21:26: Andy: Also jetzt hast du schon so ein bisschen erzählt, was denn die Zutaten sind. Und auch, dass die Liste nicht so lang ist. Ja, weil es in der Gastro ja auch gewünscht ist.

00:21:36: Samuel: Genau.

00:21:37: Andy: Wie sieht denn die Liste aus? Was? Was steckt denn alles jetzt genau drin?

00:21:40: Samuel: Also es gibt eigentlich drei Hauptzutaten, die für uns den Fokus spielen. Das sind unsere Trauben. Ja, das ist eine Pinot Noir Traube. Das gehört zu Burgunderfamilie. Es ist auch eine sehr zugängliche Traube. Sag ich mal hier. Auch im deutschen Markt.

00:21:51: Andy: Wächst aber auch hier. Ihr habt jetzt nicht aus Frankreich oder so?

00:21:54: Samuel: Genau. Kommt, kommt praktisch aus Rheinland Pfalz. Ja, das ist ein Anbaugebiet. Sechs Hektar, wo die angebaut wird. Okay, dann haben wir sizilianische Grapefruit drin. Da frag ich mich immer viele Warum eigentlich Sizilianisch? Ja, das hat einfach den Grund. Die Sizilianer oder die Grapefruit, die da wachsen, sind einen Tick größer als die aus Spanien zum Beispiel. Ich sag immer, die sehen so ein bisschen aus wie kleine Pomelos. Ja, kann man sehr, sehr gut verarbeiten, auch als Destillat. Und dann haben wir noch Rhabarber drin. Das ist dann so für diesen Smoothie Finish, kann man sagen.

00:22:21: Andy: Mag aber auch nicht jeder Rhabarber. Also pur zumindest.

00:22:24: Samuel: Ja, genau. Rhabarber ist aber sehr vielfältig. Man kann viel mit ihm machen. Also man kann ihn so verarbeiten zum Essen. Man kann ihn aber auch hoch erhitzen. Man kann ihn destillieren, man kann ihn aromatisieren. Man kann sehr, sehr, sehr tolles Geschmacksprofil. Letzten Endes, ja. Dann haben wir natürlich noch ein paar Auszüge drin von. Von Gewürzen und Co. Das ist ein bisschen so geheim auch sag ich einfach mal ja. Das macht einfach noch so ein bisschen ein Finish bei uns. Genau. Und das ist eigentlich im Endeffekt die Zutatenliste. Also natürliche Destillate ist für uns wichtig. Wir erzeugen es ja selber schon gesagt habe. Und somit haben wir auch ein individuelles Geschmacksprofil am Ende vom Tag.

00:23:00: Andy: Okay, und wenn du jetzt gerade schon gesagt hast, auch geheim, Wie groß ist denn die Gefahr, dass da einfach mal einer sagt von den großen Playern im Markt habe ich gesehen. Machen wir jetzt auch.

00:23:14: Samuel: Ja, ja, das ist tatsächlich auch eine oft gestellte Frage. Das ist natürlich möglich. Also wenn jetzt ein Großkonzern kommt und sagt Ja, du, ich mag jetzt hier einen lila Aperitif und dann mache ich den auch. Ja, dann ist es so, da können wir nichts dagegen tun. Ja, das ist nun mal so! Man sieht es ja auch bei Coca Cola zum Beispiel. Ja, ist ja auch die Brand stark. Aber es gibt hunderte Cola und für sich. Letzten Endes haben wir aber ja unseren eigene Handschrift, die wir verfolgen unsere eigene Brand, unseren eigenen Charakter und vor allem auch ein individualisiertes Geschmacksprofil. Also es reicht nicht aus zu sagen, nur weil das Produkt lila ist, schmeckt es auch so wie Violet. Ja, das ist dann noch mal emotionaler und der Kern ist einfach anders. Aber ja, theoretisch wäre das möglich. Wobei ich aber auch sagen muss, die Brands sind da nicht so oder die Konzerne sind nicht so aufgelegt, einfach jemanden zu kopieren, sondern die sind eher darauf versiert, zu sagen, wir beobachten und dann irgendwann schauen wir uns die Firma genauer an, einfach.

00:24:13: Andy: Heißt aber irgendwann könnte es auch sein. Dann klopft an die Tür und sagt Hey Leute, wir hier, großer Konzern, Getränkeproduzent Im AperitifSegment würden wir gern noch mal einen dazuholen. Und dann kommt ein Angebot rein.

00:24:25: Samuel: Ist möglich, Natürlich. Man sieht es ja auch aus der Food Branche generell. Also Food Start ups sind ja auch so ein bisschen prädestiniert, sie gern mal auch gekauft werden. Ja, da muss man halt dann immer auch überlegen Lohnt sich der Exit in diesem gewissen Punkt oder halt nicht? Ja, weil normalerweise ist man dann auch schon gut aufgestellt. Im Normalfall. Man exportiert wahrscheinlich auch schon oder ist mal mehr als zehn zwölf Ländern auch schon mal vertreten. Und irgendwann kann man auch aus eigener Hand gar nicht mehr so viel wachsen, wie wenn das dann ein großes Unternehmen dann vorantreibt, weil einfach mehr Personal. Die Türen sind mehr geöffnet bei Listungen etc. Aber zum jetzigen Zeitpunkt steht es jetzt für uns noch nicht zur Debatte und wir wachsen.

00:25:07: Andy: Da Wie viel seid ihr denn?

00:25:09: Samuel: Also, bislang gibt es Bianca und mich. Ja, okay. Und ansonsten haben wir viel outgesourct. Ja, wir haben natürlich eine Produktion. Wir haben auch Markenbotschafter, mit denen wir arbeiten. Natürlich, die einfach unsere längeren Hebel im Vertrieb sind, die dann auch wirklich auch in Restaurants, Hotellerie und Co einfach gehen. Sonst großer Fokus Getränkefachgroßhandel, also abgekürzt GFGH, haben wir einen sehr großen Fokus auf diese Kundengruppen, weil die natürlich auch Außendienstler haben. Da bieten wir dann zum Beispiel Schulungen und Co an, um einfach da auch flexibel aufgestellt zu sein.

00:25:41: Andy: Ja okay, die nehmen übernehmen für euch quasi ein Teil des Vertriebs.

00:25:44: Samuel: Ja, genau. Genau. Das ist für uns wichtig. Ja.

00:25:47: Andy: jetzt haben wir so viel darüber gesprochen. Ja. Was? Es ist, was drin ist. Was es für ein Gefühl vermitteln soll. Ich würde sagen, wir machen jetzt mal statt bisschen Klartext. Hand aufs Herz. Machen wir Hand ans Glas und probieren einfach mal! Ich habe noch kein einziges Mal als Violet probiert.

00:26:08: Samuel: Sehr spannend, wie die Geschmäcker bei dir dann so sich bilden.

00:26:13: Speaker 1: Okay. pur. Kann man das auch trinken, oder.

00:26:17: Speaker 2: Ja, könnte man schon auch. Ja, ist schon dafür ausgelegt als als Aperitivo? Aber es spricht nichts dagegen.

00:26:25: Speaker 1: Genau so zumindest, dass wir mal einen kleinen Schluck von beiden und dann auch mal einen kleinen Test zu haben, wie der Unterschied ist zwischen dem Alkoholhaltigen und dem Alkoholfreien.

00:26:36: Speaker 2: Ja. Kannst du auch noch einen Eiswürfel rein? Das ist dann ja tatsächlich so wie On the rocks. Ja, kann man sagen. Klassisch. Genau. Jawoll.

00:26:47: Speaker 1: Weißt du noch, welcher welcher war?

00:26:48: Speaker 2: Tatsächlich nicht. Aber mal schauen, ob du es errätst.

00:26:50: Speaker 1: Oh, das ist jetzt ein guter

00:26:52: Andy: Taste. Test. Okay. Ich merke auf jeden Fall ein bisschen herb. Ein bisschen bitter.

00:26:59: Samuel: Ja.

00:27:00: Andy: Wie du schon sagst, Ist natürlich eher für den Mix gedacht.

00:27:03: Samuel: Genau. Ja. Also dadurch, dass es ein Destillat ist, kann man es natürlich schon auch pur verzehren. Ja.

00:27:08: Andy: Ich glaube, der in meiner rechten Hand ist, glaube ich, der alkoholfrei gewesen. Ja, ein bisschen merke ich es, aber kommt schon sehr nah ran.

00:27:14: Samuel: Ja, schon sehr nah. Ja, tatsächlich.

00:27:17: Andy: Also coole Alternative auf jeden Fall.

00:27:19: Samuel: Man schmeckt ja dann schon auch hervor den Alkoholgehalt. Man spürt es ja schon ein bisschen. Aber vom Geschmacksprofil sag ich immer, es ist schon neunzig Prozent eigentlich identisch.

00:27:27: Andy: Und das ist ja schon immer ein großes Thema auch.

00:27:29: Samuel: Ja.

00:27:30: Andy: Wie kriegt man das hin? Und wie du schon sagst, die Alkoholfreien werden immer mehr gefragt, habe ich auch das Gefühl.

00:27:37: Samuel: was ich dir auf jeden Fall anbieten kann, ich habe dir hier mal so ein schönes Booklet mitgebracht. den Spritz praktisch. Das ist eine Variante mit Prosecco den Tonic, der ist so ein bisschen herber, also auch so ein bisschen mein Favorit im Sommer. Ja, und den Wildberry ist ein bisschen süßer. Und dann gibt es natürlich noch den Violet Sauer. gesagt. Auch wirklich, wirklich eine super Alternative. Also darfst du gerne mal was raussuchen.

00:27:57: Andy: Dann würde ich direkt mal mit dem Spritz

00:27:59: Speaker 2: also Eiswürfel. Ja, du bist immer sehr, sehr wichtig.

00:28:10: Samuel: wir beginnen immer in einem Spritz. Erst mal mit dem Destillat. Wir empfehlen da fünf bis sechs cl Entweder hat man hier so einen genannten Jigger zu Hause, wo man das dann hier so reinfüllen kann, ein Cup sind ungefähr fünf cl Liter. Danach schenken wir dann den Prosecco ein. Wir empfehlen immer einen klaren, leichten Prosecco. Vino Frizzante Der eignet sich zum Beispiel sehr gut. Das sind einfach Prosecco, die sind für Spritze gemacht. Dann sagt man danach ungefähr drei Teile Prosecco rein. Ja, so sieht es nach Auge ein bißchen. Ja, und dann könnte man noch einen Schuss Soda hinzufügen. Ist einfach nur ein bisschen so, und dann natürlich. Das Auge trinkt auch mit. In dem Fall haben wir hier noch eine getrocknete Grapefruit. Und das ist eigentlich alles. Ja, das ist jetzt der Violet Spritz. Also ich würde ihn beschreiben, fruchtig, herb, Du darfst einfach mal gerne testen. Ja.

00:29:08: Speaker 1: Weil es spritzt. Ich rieche erstmal. Ich bin jetzt tatsächlich kein Rhabarber Fan.

00:29:14: Speaker 2: Aber bin ich mal gespannt. Ja gut, wir haben jetzt natürlich minimal eben.

00:29:17: Speaker 1: Genau von daher. Ja. Aperol Spritz kenne ich natürlich. Ja, ist auf jeden Fall anders.

00:29:30: Andy: ein bisschen herb. Ein bisschen bitter. okay. Das ist natürlich jetzt so wahrscheinlich der Meistverkaufte, oder?

00:29:39: Samuel: Ja, das ist schon so der Renner. Ja.

00:29:43: Andy: Also. Schmeckt sehr gut. Auf jeden Fall. So viel kann ich schon mal sagen. und auch doch trotzdem. Das finde ich dann auch immer sehr interessant. Ist es ja irgendwie vielfältig. Also du kannst natürlich verschiedene Geschmäcker ja auch treffen, indem du einfach unterschiedliche Zusammensetzungen dann an Drinks herstellst. Ja.

00:30:01: Samuel: Jetzt haben wir eigentlich so diese drei Signatures auf dem Tisch. Bei mir steht ja der Wildberry. Ja, du kannst auch gerne mal probieren, wenn du möchtest. Genau das ist dann wirklich das Pendant zum süßen Jetzt. Ja.

00:30:12: Andy: Ja, riecht schon ganz anders.

00:30:14: Samuel: Die Beeren unterstützen das halt noch mal, Noch mal deutlicher.

00:30:18: Andy: Ja, ja, okay. Das ist was ganz anderes. Das ist was ganz anderes.

00:30:22: Samuel: Genau. Aber es gibt einfach auch Leute, die sagen, Ich möchte es einfach süßer und sieht ja trotzdem schön aus.

00:30:27: Andy: Sehr cool. dass auch quasi so klassische Cocktails wie Sour möglich sind. Ja, wird das vielen so Bars auch schon angenommen?

00:30:35: Samuel: Der Sour enorm. Also ich würde behaupten vierzig Prozent der Gastronomen, wenn sie natürlich die Auslegung haben. Bartender. Da muss man schon ein bisschen Equipment natürlich haben, machen die einen sauer, weil es halt auch wieder farblich ein Highlight ist. Aber es gibt auch für die Gastronomen zum Beispiel machen wir einmal im Monat einen Drink of the Month nennt man das, Der kommt teilweise aus der Community, teilweise von anderen Bartendern. Da war schon alles dabei. Also von Purple Negronis bis Basil Smash in einer lila Version. Praktisch.

00:31:06: Andy: Ja, cool Flower spritzt.

00:31:08: Samuel: Da war noch Holunderblütensirup drin. Also ich finde es halt schön, weil jeder Bartender hat natürlich auch seine eigene Handschrift und macht dann daraus was Besonderes.

00:31:16: Andy: Das heißt, ihr gebt dem quasi noch mal ein Werkzeug mehr mit an die Hand.

00:31:19: Samuel: Um.

00:31:19: Andy: Kreativ damit umzugehen.

00:31:21: Samuel: Korrekt? Ja, genau.

00:31:22: Andy: Ja, sehr schön.

00:31:23: Samuel: Cheers.

00:31:25: Andy: Ich hoffe, ich komme heute noch durch den Tag. Wir haben nämlich elf Uhr sieben und fünfzig gerade. Ja, Und ich habe noch ein paar Termine. Aber das kriege ich hin.

00:31:33: Samuel: Lustige Termine.

00:31:35: Andy: Vielleicht bleibe ich eher beim Alkoholfreien. Jetzt noch mal,

00:31:37: Samuel: Also genau hier bräuchte man dann einen Shaker. In dem Fall. Ja, ich mache das immer so, Ich mache erst mal Eiswürfel rein. Ja. Soll ich ihn dir alkoholfrei machen?

00:31:46: Speaker 3: Dann gerne.

00:31:48: Samuel: Weil du ja dann doch noch einige Termine hast. Aber das ist ja das Schöne daran. Man verzichtet ja nicht auf den Genuss. Letzten Endes ja. Dann haben wir hier noch Zuckersirup. Sauer ist ja eher so vom Namen her denken ja immer gleich alle. Ist ja mega sauer, aber der ist eigentlich so süß säuerlich. Also die Zitrone macht es dann schon noch mal ein bisschen sauer, aber ist an für sich ein sehr zugänglicher Drink. So, dann hat man mal jetzt alles rein. Normalerweise macht man jetzt noch ein Eiklar rein, ja oder eine vegane Alternative. Das haben wir jetzt gerade nicht da, aber. So. Durch. Geschenkt. Schön kühl.

00:32:36: Andy: Hast du das gelernt?

00:32:37: Samuel: Nee, tatsächlich nicht. Also daheim erprobt? Ja, mit Freunden kann man sagen. Genau jetzt tut man den Drink. Nennt man das abseihen? Ja,

00:32:46: Andy: Ist das direkt mal hier am Mikro machen?

00:32:49: Samuel: Machen wir das mal hier. Und dann kann man den hier schön schön hier raus. Aber dass du mal. So eine kleine Indikation hast. Ja, man sieht ja, dass es schäumt. Ja, sogar jetzt hier auch ein Ticken. Ja, genau.

00:33:02: Andy: Ja, mega. Probieren wir doch auch gleich, ne? Hat auch Vorteile, wenn man so Leute einlädt, die.

00:33:07: Samuel: Ja.

00:33:08: Andy: In dem Business drin sind. Okay, ein Violet. Sauer. Alkoholfrei.

00:33:14: Samuel: Alkoholfrei. Ja.

00:33:15: Andy: Ja. Oh ja. Ich bin sauer. Ja, definitiv.

00:33:18: Samuel: Ja.

00:33:19: Andy: Das ist mein Drink. Ja. Sehr schön. Das ist jetzt, wie du gesagt hast, im richtigen Ambiente. Mit den richtigen Leuten drumrum.

00:33:28: Samuel: Mega schöner Drink. Ja.

00:33:30: Andy: Vom Essen. Ganz toll. Absolut toll. Und ich mag den diese Mischung aus diesem herben und dem Sauren natürlich dann noch zusätzlich. Ja, der ist echt stark. Dank schon mal fürs Tasting. Soweit.

00:33:48: Samuel: Ja, gerne.

00:33:48: Andy: Auch. Danke, Bianca. Fürs Mithelfen. Dann kommen wir jetzt zum schon obligatorischen Finish des Podcasts. Ihr habt den Violet, den Purple Spritzclub, Jawoll! Was haltet ihr von einem Purple Spritz Running Club? Ihr wisst vielleicht, diese Running Clubs sind ja recht gehyped, sag ich mal, überall treffen sich Leute zum Joggen. Jetzt ist das kein Sportler Getränk per se. Aber ich könnte mir vorstellen alle in violett Shirts. Purple am Rennen, am Joggen um den Bodensee, dann kaputt Erledigt. Irgendwo am See. Stehen bleiben. Kleiner Drinkwagen von euch gebrandet, die dann alkoholfrei von mir aus auch Sportlerdrinks servieren. Also von mir aus. Eine Weile sauer und dann spritz. Hinterher am See. Das wäre noch so eine erste kleine Idee, die mir eingefallen ist. Könnt ihr ja mal drüber nachdenken, ob das in euren Spritzclub passt. Die Ursprungsidee, die ich aber eigentlich erzählen wollte, ist Wir hatten es von dem Gefühl, von dem es gehört. Eigentlich ja. Also wir sitzen jetzt auch hier innen, haben das Getränk, da kann man sich zwar schon vorstellen, wie das vielleicht sein mag, wenn man das irgendwo in einer schönen Location mit Leuten irgendwie trinkt, aber das Gefühl ist natürlich noch ein bisschen anderes, wenn du wirklich dort bist und das erlebst. Jetzt geht er ja viel, auch auf Messen. Versucht ihn in den Handel zu kommen, versucht die Leute davon zu überzeugen, dass das was ist, was man kaufen sollte, was eine tolle Alternative ist. Ein neuer Aperitif mit einem speziellen Geschmacksbild. Dort sitzt ihr wahrscheinlich auch immer in irgendwelchen Messehallen. Dort sind dann ganz viele Anbieter. Die Idee war jetzt zu sagen Ihr bringt dieses Feeling, dieses Bodenseefeeling, das man hat, wenn man dieses Getränk zu sich nehmen sollte. Das bringt ihr dorthin. Und zwar mit einer Violet VR Experience. Virtual Reality heißt man stellt Stühle auf Liegestühle. Von mir aus. Die Leute setzen sich eine VR Brille auf und sind plötzlich direkt mit Seeblick am Bodenseeufer, während die Sonne untergeht, heißt lila Wolken. Tolles Feeling. Vielleicht noch ein bisschen Soundkulisse, Vielleicht so ein leichter Hauch von Wind, der einem durchs Haar geweht wird. Und ihr drückt den diese Drinks in die Hand? Dann würde ich behaupten können die gar nicht mehr anders, als Fans und begeisterte Anhänger von Violett zu werden.

00:36:36: Samuel: Ja, ich finde tatsächlich beide Varianten sehr charmant. Ja, bei der ersten Variante muss ich sagen, ich bin jetzt nicht selber im Running tätig und co, aber ich sehe das immer auch von solchen Matcha Clubs. Da geht es ja richtig zu. Da rennen sie alle rum und der Matcha. Aber was ist der Kerngedanke dahinter ist ist dieses Come together und das ist ja ein Leitbild von unserer Brand. Also dahingegen würde ich sagen definitiv ist richtig cool. Ja und mit der VR Brille. Ich habe es mir gerade erzählt, das muss ich mir kurz selber mal vorstellen. Man kennt es ja auch so, wenn man auf Messen ist, wo man zum Beispiel Möbel anschaut, wie passen die dann da rein, kann man das ja auch machen. Eigentlich gar nicht schlecht. Nur die Brille müsste halt irgendwie noch so was haben, wo ein bisschen Geräusch oder Kulisse hat, wie du gesagt hast. Vielleicht noch so ein Windstoß und so ein Setting. Genau dann wäre es geil.

00:37:25: Andy: Oder es müsste Augmented Reality sein, so dass man quasi eher Leinwand macht und dann den Bodensee nur mit eingeblendet bekommt, damit man dieses Gefühl der Regionalität.

00:37:35: Samuel: Wir haben ja sogar auch Liegestühle und Co. Also wir könnten ja wirklich einen Beachbar aufbauen, wo man dann denkt ja, Kurzurlaub kurz nicht schlecht.

00:37:41: Andy: Und wenn ihr dann noch vielleicht sogar wenn es Augmented oder Virtual Reality ist, könntet ihr sogar noch einen 3D Avatar die Violette mit einbinden. Die quasi, die könntet ihr auch auf die Flaschen hinten drauf oder über den QR Code oder wenn man die Flasche scannt, erscheint plötzlich violett, erklärt einem die Zusammensetzung oder erklärt einem, wie man den Drink zubereiten sollte und begleitet euch da so ein bisschen durch. Einziges Manko ist, muss ich selber zugeben, es natürlich will man es nachher selbst erleben, das heißt, es wäre immer nur eine Art Anfüttern und neugierig machen auf das, was man erleben kann.

00:38:17: Samuel: Aber trotzdem ist man ja so in der Schwebe bis dahin, wo man denkt, das könnte sich schon richtig anfühlen. Ja, Ja. Stark. Gut. Sehr gut.

00:38:26: Andy: Das war der Pitch. Wenn ihr da noch mal zu sprechen wollt, dann meldet euch gerne.

00:38:30: Samuel: Gerne.

00:38:30: Andy: Ansonsten wären wir jetzt durch mit dem Podcast. Hat mich mega gefreut. Nicht nur, weil ich natürlich hier mit wahnsinnig tollen Drinks verköstigt wurde, sondern auch, weil es mega interessant war zu hören, wo ihr herkommt, was ihr macht, wie gerade der Status bei euch ist. Weil ich tatsächlich euch schon bevor wir auch Kontakt hatten, immer wieder mal irgendwo gesehen hatte. Ja, ich sage vielen Dank, dass du da warst.

00:38:51: Samuel: Vielen lieben Dank, dass du mich eingeladen hast. War mega mega schön und ich fand es auch sehr charmant, dass man es einfach auch direkt probieren konnte. Ja, also vielen lieben Dank für die Einladung und hat mir sehr viel Spaß gemacht.

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