Vom Alltag einer Fischerfamilie: Stefan & Urs Riebel von Riebels Fischdelikatessen
Shownotes
Wie nachhaltig ist Fischerei am Bodensee wirklich? Warum gibt es heute deutlich weniger Berufsfischer als früher? Und weshalb ist der Beruf alles andere als romantisch?
In dieser Folge von Bisschen Bodensee Business sind Urs und Stefan Riebel von Riebels Fischdelikatessen auf der Insel Reichenau zu Gast.
Gemeinsam sprechen wir über die Geschichte des Familienunternehmens, das seit Generationen eng mit der Bodenseefischerei verbunden ist. Die beiden erzählen, wie sie zur Fischerei kamen und daraus ein Familienunternehmen mit Fischhandlung, Räucherei, Bistro und eigener Produktion entstanden ist.
Außerdem geht es um die Wasserqualität des Bodensees, sinkende Fangmengen, nachhaltige Fischerei, regionale Lebensmittel, den Unterschied zwischen Supermarkt- und Frischfisch sowie darum, weshalb Qualität für sie wichtiger ist als möglichst viel Umsatz. Wichtig ist Ihnen auch zu betonen, dass sich ihre Infos immer nur auf den Untersee beziehen.
Natürlich darf auch Andys Gratis-Pitch nicht fehlen. Diesmal mit einer Idee, wie aus dem Fang ein echtes Erlebnis werden kann.
Hier geht es zu: Riebels Fischdelikatessen Und hier gibt es sogar bereits das von Andy gepitchte Erlebnis: Kulinarisches Erlebnis bei Riebels buchen
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Transkript anzeigen
00:00:00: Andy: Stefan! Urs! Schön, dass ihr da seid. Heute?
00:00:12: Stefan: Ja.
00:00:12: Urs: Merci, Schön, dass wir da sein dürfen.
00:00:15: Andy: Ihr fahrt jeden Tag mehrmals auf den See zum Fischen. Wie steht es denn aktuell um die Wasserqualität und den Lebensraum der Fische hier?
00:00:24: Stefan: Ja, also mehrmals. Mehrmals nicht jeden Tag. Also im Sommer geht man mindestens zweimal auf den See. Morgens zum Netz einholen, abends zum Netz auslegen und tagsüber vielleicht mal zum Reusen kontrollieren oder sonst irgendwas machen. Im Winter ist es ein wenig ruhiger. Wasserqualität, Wasserqualität ist eine interessante Frage. Je nach Betrachtungsweise. Oder entweder vom Fischer aus oder vom der wo das Trinkwasser nützt. Die Wasserqualität hat sich natürlich in den letzten dreißig, vierzig Jahren deutlich verbessert. Wobei Wasserqualität und Nährstoffzusammensetzung ja nicht gleichzusetzen sind. Durch den Entzug von Phosphat bilden sich weniger Algen, weniger Plankton, in Folge natürlich weniger Fisch. Die Wasserqualität in diesem Sinn ist natürlich wesentlich besser als in den siebziger achtziger Jahren. Das ist ja auch richtig und wichtig so, da freuen wir uns. Nur muss dann halt irgendwo mal ein Punkt erreicht sein, bevor das destilliertes Wasser Ist das da irgendwo mal eine natürliche Grenze ist, wo man dann auch aufhört.
00:01:45: Andy: Dass alles was im Wasser ist, quasi auch noch was zu essen findet.
00:01:48: Stefan: Genau. Ja, dass einfach die Biodiversität auch noch funktioniert und so, da sind dann schon Grenzbereiche erreicht.
00:01:57: Urs: Da immer so ein bisschen übers Ziel hinausgeschossen oder so langsam.
00:02:01: Andy: Da gab es ja immer mal Berichte, dass irgendwie das Wasser zu sauber ist und es quasi gar keinen Lebensraum mehr richtig gibt.
00:02:07: Urs: Sauber ist halt immer so, das hört sich ja auch schwierig an, oder? Wenn dann die Leute sagen, die Fischer, die wollen dreckiges Wasser, das wollen wir natürlich nicht. Wir wollen auch sauberes Wasser. Es geht darum, es ist zu nährstoffarm. Ja und? Also einfach so schwarz. Da geht ja alles davon aus. Und da ist man dann jetzt auch in einem Ungleichgewicht. Und das ist so ein bisschen problematisch. Wobei bei uns es noch deutlich besser ist am Untersee, weil wir einfach noch mehr natürlichen Eintrag haben als jetzt am Obersee, also im Obersee. Ist wirklich so, inzwischen auch vor dem Fangverbot. Die Felchen, wo noch gefangen wurden, die waren so abgemagert, die konnten sie nicht mehr räuchern. Also von der Qualität her waren die auch nichts mehr. Und dann merkt man halt schon, dass es dann einfach zu wenig Futter gibt für die Fische.
00:02:50: Andy: Jetzt würde ich vielleicht zuerst aber mal ganz locker starten mit ein paar schnellen Fragen. Felchen oder Forelle?
00:02:58: Stefan: Felchen!
00:02:59: Urs: Felchen.
00:03:01: Andy: Wie schwer war euer größter Fang
00:03:04: Stefan: Also der schwerste Fang, also der schwerste Fisch, muss man sagen, ist ein Wels, so um die sechzig Kilo. Und wenn man vom größten Fang spricht, dann schätzt man vom größten Fang, Dag. Also die sind dann meistens So Brachsen oder Schleier. Da haben wir schon zwei Tonnen am Tag gefangen.
00:03:23: Urs: Das ist auch schon dreißig Jahre her, oder so? Ja.
00:03:26: Andy: Okay.
00:03:26: Urs: Zur Seite von der Eutrophierung. Die Fische noch richtig wachsen.
00:03:30: Andy: Okay. Wahnsinn. Aber hast. Oder hast du noch irgendeine andere Story? Irgendein Einzelfang?
00:03:35: Urs: Also auch Wels? Ja, der schon. Ein Hecht hat man mal mit sechzehn achtzehn Kilo ist dann auch schon schön. Aber sonst? Die Größe ist dann immer die Welse und das hat die letzten Jahre zugenommen.
00:03:45: Andy: Und da macht man dann auch so ein Foto, wo man dann noch so als Erinnerung irgendwo aufhängt oder übers Bett.
00:03:50: Stefan: Klar machen wir
00:03:52: Andy: Nächste Frage. Geräuchert, gebraten oder lieber doch roh.
00:03:58: Stefan: Gebraten.
00:03:59: Urs: Gebraten.
00:04:00: Andy: Okay, da seid ihr euch ja sehr einig. Welcher Fisch wird denn völlig unterschätzt?
00:04:06: Stefan: Rotauge?
00:04:08: Andy: Weil er besonders gut schmeckt, oder nicht?
00:04:12: Stefan: Also eher ein fetter Fisch. Also geschmacklich ist das Fleisch sehr gut. Wenn Greta reicher, aber einfach ein verkannter Fisch aus der Mode gekommen.
00:04:25: Andy: Was wäre deiner uhr.
00:04:26: Urs: Wels?
00:04:28: Andy: Auch eine spezielle Erklärung dazu.
00:04:30: Urs: Er hat ein wunderbares Fleisch. Er hat quasi grätenfrei dann auch. Viele Leute haben Angst davor oder man hat es gehört oder von früher, dass er dann gerade die größere Mosely oder irgendwie nicht schmeckt. Aber die muss man einfach gut wegparieren. was dann übrig bleibt, ist wirklich ganz toll.
00:04:46: Andy: das sind ja ganz tolle Tipps. Arbeit und Familie leicht zu trennen oder vermischt sich komplett.
00:04:56: Stefan: Vermischt sich. Also wir zwei schaffen zusammen auf der Gundel, also auf dem Boot am Morgen früh. Da ist es einfach eine körperliche Nähe, klar. Und zum Streiten passt es wenig, weil du viel Platz zum Ausweichen. Also dann muss ich wohl oder übel miteinander auskommen. Nee, also das ist immer ganz entspannt. Und das funktioniert und harmoniert gut. Einfach. Auch durch die Trennung von der Aufgabe. Natürlich.
00:05:29: Andy: Du nickst.
00:05:30: Urs: Meistens funktioniert es gut. Nein, man kann sich wirklich nicht. Kann sich keiner beklagen. Da kann man echt froh, dass man so viel zusammenarbeitet. Und aufeinander gibt es seltenst mal größere Meinungsverschiedenheiten.
00:05:44: Andy: Jetzt würde ich gern so mal allgemein auf eure Geschichte eingehen. was sind denn eure Erinnerungen speziell jetzt bei dir, Stefan?
00:05:54: Stefan: Also meine ersten Erinnerungen, die gehen los. Wahrscheinlich habe ich schon laufen können im Wasser. Sieht wahrscheinlich gerade so Und ja, das ist dann irgendwann so in Mitte sechziger Jahre Hochwasser vier und sechzigste. Da habe ich so meine ersten Erinnerungen, da war ich gerade, So bin ich in die Schule gekommen und mein Opa, der hat Sehschwäche gehabt, der war auf einem Auge blind und auf dem anderen hat er bloß ein paar Prozent gesehen. Und da war er immer auf Hilfe angewiesen. Also es hat mir so ein Auge mit auf den See und das war er mir Kind halt, wo man dann in Gundel gesetzt hat und wir haben dem Opa, dann muss er sagen, wo wo es langgeht oder? Und so sind wir recht früh zu der Fischerei gekommen. Fischerei hat mich immer interessiert. Also die erste Frage, wenn man von der Schule gekommen ist, war immer Was hast du gefangen oder was ist gefangen waren. Und durch den Umstand vom Opa sind wir natürlich schon früh involviert in die ganze Geschichte. Und der Opa hat sehr viel geschwätzt. Mir hat noch kein Handy, kann noch keine Ohrstöpsel oder sonst was. Also man muss tatsächlich sich noch unterhalten. Die Fischerei war dort noch anders. Also erst mal waren wir so fünfzig, sechzig Fischer noch ganz am Anfang. Es waren Holzboote, keine Plastikboot, Also, dass die Fischerei war eher im näheren Umfeld Und ja, man muss nicht weit fahren, man hat ja viel Fisch. Damals hätte man im Jahr so am Untersee so drei hundert Tonnen gefangen. Vier hundert Tonnen in den guten Zeiten damals. Heutzutage schätzt man vor achtzig Tonnen, oder? Die Fischerei. Ist in der Familie schon. Also ich weiß nicht, wie viele Generationen wird die ausgeübt?
00:07:51: Andy: Und dann wird die Tradition quasi von Generation zu Generation weitergegeben.
00:07:55: Stefan: Genau. Ja, ja. Die Erfahrung, die ich einfach viel wert, was die Alte mitgebracht hat. Da brauchst du genaue Ortskenntnis. Das ist also ganz wichtig. Damals hätte es noch kein Echolot und nichts. Es war alles optisch. Also bestimmte Fixpunkte auf dem See, die hätte man anhand von Landmarken markiert, oder? Und das habe ich alles im Kopf haben. Heute ist es einfacher. GPS macht es möglich.
00:08:27: Andy: Und was für dich? War für dich auch dann schon ganz früh klar, dass du auch das machen willst?
00:08:35: Speaker 2: Nein.
00:08:36: Urs: Das sehe ich nicht. Bei mir kam es deutlich später. Also ich habe. Als Kind hat man natürlich immer mal mitgeholfen oder war mit auf dem See. Nach der Schule habe ich dann aber erst eine andere Ausbildung gemacht im kaufmännischen Bereich. Und klar wurde es dann erst, als wir zwei tausend sieben ins Bistro aufgemacht haben und der Vater des Bischofs angefangen hat. Da war ich dann auch mit meiner Ausbildung fertig und da hab ich dann auch die Zukunft gesehen und hab dann zwei tausend sieben mit der Fischerei die Fischerlehre noch hinterher gemacht und bin dann da eingestiegen.
00:09:08: Andy: Das heißt, zu der Praxis, die du ohnehin schon hattest, dann noch die Theorie nachgeholt.
00:09:12: Urs: Genau drei Jahre. Bei mir waren es zwei Jahre Verkürzung, weil ich schon abgeschlossene Ausbildung hatte.
00:09:18: Andy: jetzt hast du es gerade schon angesprochen. Deutlich. Früher hattet ihr dann trotzdem auch schon den Verkauf.
00:09:24: Stefan: Also die Fischhandlung ist ja neunzehn hundert fünf und zwanzig gegründet worden von Gebrüder Böhler Da waren wir dann mal weit über ein hundert, ein hundert zwanzig. Fischer. Und da ist natürlich dementsprechend eine Menge Fisch hergekommen. Und die Vermarktungsstrukturen sind ja ganz anders jetzt. Früher wie jetzt. Oder man hat keine Kühlräume, kein Räuchere war noch ganz, fast unbekannt oder eigentlich so und es hat jeder Fischer die Möglichkeit kam, Fischer so zu verarbeiten und direkt zu vermarkten. Also man war auf jemanden angewiesen, wo die Fischer einfach abnimmt und dann weiter verarbeitet oder verschickt. Und das haben die Gebrüder dann angenommen haben den bundesweit sind die Fische dann verschickt worden, in Holzkisten verpackt auf die Bundesbahn Was? Es war egal. Auf die Schiene, sag ich mal und ab die Post, oder? Wir haben abgeliefert bei der Gebrüder Böhler. Die ganze Familie Riebel und neunzehn hundert sechs und achtzig ist der Inhaber leider am Herzinfarkt gestorben. Ganz überraschend natürlich, denn. Und wir haben dann also meine Frau und ich haben dann immer mittags den Kohl für die Fische zu verarbeiten und zu verpacken verschicken, der Versand gemacht und so, dass das Geschäft einfach mal wieder gelaufen ist. Dann ist die Idee natürlich schnell gekommen innerhalb von Tagen. Wir brauchen einen Nachfolger. Und dann haben wir uns dann ja überzeugen lassen. Und so sind wir einfach von eigentlich von einem Tag auf den anderen zu der Fischhandlung komme. Wir haben uns sehr schnell geeinigt. Die Gemeinde hat uns da groß und großzügig unterstützt. Dann ist aber gleich das erste Problem aufgetaucht. Dann ist das Veterinäramt gekommen und hat gesagt ja, die Räumlichkeiten, da muss man was investieren und so, wenn das jetzt neu ist, dann ist das eine Konzession neu, dann muss das auch alles angepasst werden. Und dann ist die EU gekommen mit ihren Verordnungen. Das war dort alles neu. Und dann haben wir gesagt. Wisst ihr was? Wir müssen neu bauen. Dann ziehen wir es zu uns nach Oberzell. Das ging alles auf die Schnelle. September beantragt. Im Dezember haben wir den Vergleich in der neuen Fischhandlung schon. Umsetzen können. Es war noch nicht ganz fertig. Also die letzte Fuge war noch nicht trocken, aber wir haben schon können schaffen da drin. Das muss man sich mal vorstellen. Drei Monate so ein Ding hochziehen oder.
00:12:05: Andy: Gibt es das heute noch?
00:12:06: Stefan: Also heute? Nein, gibt es nicht mehr. Also war alles improvisiert. Aber es hat funktioniert.
00:12:14: Andy: Und so habt ihr dann auch angefangen. Das, was die Vorgänger mit der Fischhandlung hatten, dass ihr quasi auch Fisch von anderen bezogen und weiterverarbeitet und verkauft habt.
00:12:24: Stefan: Wir haben ja dann die Fischer auch mit übernehmen können, wo ihre Fänge bei uns abgeliefert haben. Wir haben es weiterverarbeitet, veredelt und vermarktet, denn und wir haben dann als erstes für damalige Zeiten ein ordentliches Ladengeschäft, baut mit Kühltheke, was wir alles nicht da war und haben dann ein separates Ladengeschäft eröffnet, wo von Anfang an also sehr gut gelaufen ist.
00:12:50: Andy: Du hast veredelt, gesagt mit veredeln meinst du Dann räuchern.
00:12:53: Stefan: Räuchere, Filetiere. Also Küche fertig machen die Fische. Weil in der Regel sind sie früher gerade so, wie aus dem Fang gekommen sind, höchstens ausgeweitet worden oder eventuell noch geschuppt und dann versendet oder wenn überhaupt. Also meistens ausgenommen, klar, aber sonst nichts. Oder in Kiste und weg. Und wir haben dann angefangen eben mit Filetieren, mit Räuchern, So verschiedene Aufstriche hat man dann schon mal gemacht. Also so ganz klein hätte man eigentlich angefangen, aber er hat sich um so eine Taste, klar.
00:13:27: Andy: Und wie hat sich das dann entwickelt?
00:13:28: Stefan: Ja, das war eigentlich fast ein Selbstläufer? Also die Menge an Fisch, wo man überkommen kann, die waren beachtlich. Und da sind wir dann schnell an Grenzen gestoßen. Verarbeitungsmäßig. Wir brauchten einfach mehr Kühlmöglichkeiten, Tiefkühlraum musste man haben und einfach der Platz zu verschaffen und auch die Anforderungen von der Hygiene her. War er denn immer strenger? War er damals schon. Musste man erweitern. Dann haben wir drei und neunzig, haben wir dann im größeren Stil den erweitert, also mit Frusträumen, mit zusätzlichen Kühlräumen und Verarbeitungsräumen, Der Tourismus war sowieso schon immer stark. Auf der Reichenau hat Madonna Erweiterungen gesucht, mit Fischbrötchen anbieten und und eventuell was Gebratenes auf die Hand oder so und so ist man dann immer wieder gerutscht. Also man hat dann schon immer ausgetestet, was kann man alles machen, was macht Sinn? Wo ist die Wertschöpfung noch größer? Weil dann. So langsam ging es anscheinend die Entwicklung. Es wurden weniger Fischer. Es haben immer mehr aufgehört. Der Fischfang allgemein wurde denn auch schon nicht mehr so stabil, die Schwankungen wurden größer, oder und so, und da hat man dann natürlich schon für die Zukunft versucht, da entgegenzuwirken, dass man einfach höhere Wertschöpfung von den Fängen hat.
00:15:03: Urs: Die Fischer, die dann auch mehr selber vermarktet, haben sie nicht mehr abgeliefert. Es kam dann einfach immer weniger Fisch rein.
00:15:09: Andy: Und du hast erzählt, dass für dich dann das Bistro so ein bisschen auch der Punkt war, wo du gesagt hast, das kannst du dir vielleicht doch vorstellen, damit in den Familienbetrieb einzusteigen. Was hat dich daran überzeugt?
00:15:23: Urs: Ja, gut, davor war es natürlich auch. Ich war sechzehn, als ich mit der Schule fertig war und wollte generell einfach noch mal was anderes sehen. Wie jetzt mit sechzehn, dann sofort einsteigen und dann da mein Leben lang zu arbeiten. Aber es war natürlich dann schon durch durchs Bistro auch interessanter. Also ich habe auch gemerkt, es wird mehr Hilfe gebraucht als davor, aber dann kann man einfach noch mal was ganz Neues mit dazu. Ist dann auch von Anfang an eigentlich besser gelaufen ist, als man gedacht hat. Und ich war da auch noch in der Ausbildung und hab auch noch zu Hause gewohnt und dann war es schon immer, wenn ich angekommen bin. Heute war wieder so viel und so, dann hat man natürlich immer schon auch helfen. Und ja, es war schön gemacht und es war einfach attraktiv für mich, dass ich dann gesagt habe, dann steige ich da mit ein und mache eine Fischerlehre und.
00:16:13: Andy: Und der Onlineshop gibt es ja auch ein Also man kann eure Fische sogar online bestellen. Hast du das auch aufgezogen
00:16:20: Urs: Genau, genau. Das war auch. Wir hatten schon mal einen. Das ist. Aber es war ganz am Anfang zwei tausend acht oder so, da hat ein Bekannter einen Shop eingerichtet. Das hat aber war noch nicht praktikabel mit der Oberfläche und allem. und habe dann gesagt, ich baue mir die Seite selber zusammen und da war für einen kleinen Aufpreis gab es eine Schutzfunktion und hab dann einfach noch einen Shop eingerichtet.
00:16:44: Andy: Hast du dir selber angeeignet, so ein bisschen und selfmade den Onlineshop aufgebaut.
00:16:49: Urs: Der läuft so ein bisschen nebenher. Es kam natürlich schon immer Anfragen, gerade von Touristen, die im Sommer da waren, ob man. Es hat angefangen eigentlich oft mit Merchandise. Ja, mit unseren T Shirts, die man mit dem Druck dann doch auch immer wieder auf den Tisch stellen kann. Und das war dann schon immer recht aufwändig. Ja, bis dann so eine Bestellung abgeschlossen war mit Email könnte ich das schicken. Ja, können wir. Ja, was kostet das? Und dann hast du irgendwie zehn Emails geschickt. Bist du eine Sendung draußen hattest. Und das ist mit dem Shop natürlich schon einfacher. Ich bewerbe den nicht. Das ist eine ganz kleine Sache. Die läuft halt nebenher.
00:17:22: Andy: Aber du hast von dem Merchandising gesprochen. Ihr habt ja richtig da auch coole Grafiken etc.. Wer macht das bei euch?
00:17:29: Urs: Das hat ja Klaus Hartmann gemacht. Das war aber auch schon das Logo. Das war auch vor meiner Zeit. Da muss auch der Vater, der kann das sicher besser was dazu erzählen.
00:17:37: Stefan: Jemand auf, der auf der Au war einer, der war in dem Bereich schon recht führend eigentlich. Und der hat uns noch unser Logo gemacht. Der Fisch Und oh, die Idee, wo der überall drauf sein kann. Einfach der Wiedererkennungswert von der Marke Rebels, oder? Und den Fisch haben wir heute noch und alle sind begeistert von dem Fisch. Aber es war so, in der alles in der Versenkung verschwunden, Und da war dann der Urs richtig klar. Andere Generationen anders mit aufgewachsen und er hätte es wieder ausgraben das Ganze und dann wieder zum Leben erweckt.
00:18:16: Andy: ich als Kreativer, sag ich mal, der jetzt auch in so einer Branche natürlich arbeitet. Ich fand es auch schon immer schön, weil ich war bei euch auch schon, hab das gesehen und ich hatte das Gefühl, oh, das sieht sehr professionell aus Und auch mit dem Merch, das funktioniert richtig gut da drauf. Also wir haben jetzt gelernt. Ihr habt immer nach neuen Vermarktungsmöglichkeiten und nach Verarbeitungsmöglichkeiten gesucht, wie ihr quasi den gefangenen Fisch zum, Kunden bekommt. gibt es irgendwas, wo ihr ganz besonders stolz seid?
00:18:49: Stefan: Eigentlich sind wir ja stolz auf alles, Also die die Bandbreite auf das bin ich eigentlich stolz, was wir produzieren können und machen. Oder vom frischen Fisch über das Filet, über das Geräucherte, kalt Geräucherte wie Lachs oder so Sachen, wo man sehr gut hinkriegen. Denn die ganze Aufstriche, da waren unsere Verkaufsräume alle wo man kann immer sehr kreativ. Die haben immer alles Mögliche probiert, was man machen kann und so Räucherfisch. Du hast. Du hast angefangen mit Matjes Sachen und so
00:19:21: Urs: Ja, es wurde schon über die Jahre mal ein bisschen mehr klar. Immer mal wieder was was rausgenommen, wo man gemerkt hat, es läuft nicht so, dass ich dann doch so aufwendig wie jetzt mal die Terrine, die man mal hatte. Aber so muss man schon auch schauen, dadurch, dass es immer weniger Fische wurden. da muss man schon gucken, dass man dann einfach mehr Sachen anbietet, eben. Ein Fischfilet kriegst du überall. Da muss man sich schon irgendwie ein bisschen abheben und das geht dann halt über veredelte Sachen. Ob es dann eben Maultaschen sind? Frikadellen? Matthias Ja, wo man einfach ein bisschen nicht überall herkriegt. Ja.
00:19:58: Stefan: Und hauptsächlich halt eigene Fische aus dem See. Für uns selber gefangen waren wir fast in der Zwischenzeit fast ausschließlich alles im Laden oder im Imbiss im Bistro verkauft.
00:20:10: Andy: wirklich so von Ende zu Ende, kriegt man quasi den Fisch von dem, der ihn aus dem See rausgeholt hat, auf dem Teller Nachher serviert? Genau. Aber ihr probiert ja durchaus immer wieder neue Sachen aus. Habe ich jetzt gelernt. Was habt ihr denn so geplant für die Zukunft, für die nächsten fünf bis zehn Jahre?
00:20:30: Urs: Man hat sich schon immer mal überlegt, ob man noch mal das Bistro irgendwo noch mal was macht. Gastronomiemäßig wurden auch immer wieder mal angefragt von Leuten, ob man da Interesse haben. Aber wir selber schaffen es nicht mit. Mit Fischerei, dann mit Fischverarbeitung, Mit dem Laden, Mit dem Bistro? Ja, teilen kann man sich nicht.
00:20:51: Andy: also selber noch eine Art Besenwirtschaft oder Restaurant zu eröffnen.
00:20:55: Urs: Okay. Genau. Aber da scheitert es einfach am Personal. Da braucht man jemand, auf den man sich hundertProzentig verlassen kann. Was man machen will, wenn man nicht selber da sein kann. Was bei uns der Fall ist. Und das sehen wir im Moment einfach nicht. Und von dem her konzentrieren wir uns auf das, was wir haben und bringen das immer ein bisschen weiter oder optimieren es,
00:21:14: Stefan: Also ich habe auch abgeschlossen für mich. Also ich rühre nichts mehr an. also lieber das richtig gut machen vor Ort. Da hast du sicher mehr davon, wenn er dort expandiert. Dass man aus Erfahrung anderer aber das auch gemacht hat. Wie schnell das ein Problem werden kann. Was nützt dir denn Umsatz? Umsatz ist das eine und das, was übrig bleibt das andere. Oder Umsatz kann jeder machen.
00:21:46: Andy: bisschen Klartext. Hand aufs Herz. der Bodensee. Als größter See Deutschlands müsste man eigentlich denken Der ist doch voll von Fischen. Aber wie sieht denn die Realität aus? Ihr habt schon vorhin angesprochen, es wurde über die Jahre auch immer weniger. Wie ist da so der aktuelle Stand?
00:22:06: Stefan: Mitte mit dem Fisch ist halt immer so der aktuelle Stand kann man bloß so zusammenfassen, in dem die Statistiken mit was gefangen wird. Wie es tatsächlich im See aussieht ist was ganz anderes, oder? Ich kann immer nur oder wir haben nur für den Untersee schwätzen. Bodensee ist wieder eine ganz andere Geschichte. Wir sind Untersee und da sind die Bestände ziemlich ausgeglichen. Wir haben da über dreißig Fischarten im See schwimmen, wo man weit über die Hälfte gut vermarkten kann. und so haben wir immer noch recht gutes Potenzial, wo man wo man nützen können. die Fangergebnisse sind das eine. Und dann ist es immer so man kann aus dem Bestand natürlich schon Fischarten ausschöpfen, wo natürlich am besten zu vermarkten sind und und wo die Wertschöpfung am größten ist. Und das wechselt immer. Im Moment ist es so, dass der, welcher über die letzten Jahre, wo unser Hauptertrag war, mit Abstand immer schwächer geworden ist und damit gezwungen war, auf andere Fischarten zum Ausweichen. Also der Grizzlys, also der Barsch Egli, wie auch immer der genannt wird. Aber ist immer dasselbe. Fisch ist natürlich auch eine große Nummer am Untersee, unterliegt aber natürlicherweise immer auch große Schwankungen. Die letzten drei Jahre ist der Grizzly jetzt wieder stärker geworden. Jetzt sind wir die letzten zwei Jahre zumindest wieder verstärkt auf Kratzer gegangen und haben Erde welche mehr in Ruhe lassen, weil der Kratzer einfach besser war zum Fangen und und zum vermarkten und die Wertschöpfung aus dem Britzer besser war. Dann kommen die Rotaugen dazu, die AL dazu. Der will sich jetzt noch dazukommen. Das sind Arbeitsentwicklungen, wo man jetzt. Ich sage es ungern, aber die Klimaerwärmung macht sich bemerkbar im See. Also das kann ich selber nicht wegleugnen. Die Temperatur im See steigt und dementsprechend ist die Zusammensetzung von der Art der verschiebt sich auch die Arten, wo eher so warm Wasser lebt oder bevorzugt, die sind die Gewinner. Die steigen natürlich jetzt auch in ihrer Bestände. Und die Fischarten, wo das weniger zugutekommt, da zählt der Felche dazu. Die wird schwächer.
00:24:37: Andy: Jetzt klingt das ja alles erstmal so, wenn man denkt, man als Fischer geht man da schön bei Sonnenaufgang auf den See mit dem Boot und fängt die Fische. Klingt alles ganz romantisch. Aber jetzt mal Hand aufs Herz Wie hart ist denn die Arbeit eigentlich wirklich?
00:24:55: Urs: Romantisches Selten. Wir sind ja auch nicht auf dem See. Da kommt dann weniger Romantik auf, wenn wir auf dem Boot sind. Ja, aber es ist schon die, die es gibt. Mehr Tage, an denen es nicht so ist, wie man es aus dem Fernsehen kennt. Ja, wenn da immer die Sonnenaufgang und See spiegelglatt. Ja, das sind wenige Tage, die man dann umso mehr genießt und aufsaugt. Da gehört natürlich im Winter Kälte dazu. Wind im Sommer das frühe Aufstehen. Handschuhe kann man nicht wirklich anziehen, weil man mit dem feinen Netz kein Gefühl hat. Dann ist im Winter schon frisch. Je nachdem, wie tief die Netze sind oder wie der Wind ist oder wenn man Dreck drin hat, dann wird es auch körperlich richtig anstrengend, sodass man blutige Hände hat. Aber es macht trotzdem Spaß. Also auch das gehört dazu. Und das ist auch das was, was es für mich ausmacht, dass es eben nicht langweilig ist. Dass es nicht jeden Tag der Bilderbuchmorgen ist, sondern dass man auch mal richtig was schaffen muss oder was zum Anpacken hat und was los ist. Man fühlt, dass man lebt. Wenn man dann im Sturm steht und die Welle ins Boot, das hat dann schon auch was Schönes. Mir fällt Aufstehen öfter mal ein bisschen schwieriger als im Fahrzeug her, aber das gehört auch dazu.
00:26:15: Andy: Um wie viel uhr geht es denn raus?
00:26:17: Urs: Im Winter gehen wir immer so um halb acht. Acht. Das reicht. Und im Sommer, Je nachdem. Vier, halb fünf, fünf.
00:26:24: Andy: Weil es noch dunkel sein muss, oder? Woran liegt.
00:26:26: Speaker 2: Das?
00:26:26: Urs: Kommt immer drauf an! Das hat mehrere Gründe. Ganz früh um vier gehen wir. Das hängt natürlich immer mit Sonnenaufgang zusammen. Also normalerweise legen wir abends aus. Und die sind dann über Nacht. Stehen in den Netzen. Morgens wollen wir es rein netzen, aber Barsche? Macht man übermorgen Die werden aber aktiv, wenn es dann hell wird. Das heißt, sie müssen dann auch im Dunkeln ausgelegt werden. Und das machen wir dann morgens. Da legt man dann noch die Netze aus, fährt dann zum Festnetz und holt die Netze ein. Und auf dem Rückweg nehmen wir mal die Bauchschmerzen mit. Das reicht. Wenn die zwei Stunden im See sind, Im Winter. Ist der Wechsel der Kaltblüter. Das heißt, der Kreislauf fährt fast auf Null. Wenn das Wasser kalt ist. Wenn die dann ins Netz schwimmen, dann stehen die im Netz. Und dann passiert nicht viel. Dann macht das nichts, wenn die da ein paar Stunden länger im Netz sind. Im Sommer, wenn die, wenn sie leben, agil sind und dann versuchen, sich aus dem Netz zu lösen. Deswegen waren sie wahnsinnige Anstrengung für die Fische. Dann fehlt noch der Sauerstoff, das Wasser Schwarm und dann verenden die halt im Netz. Und das will man natürlich vermeiden. Das heißt, man guckt, dass man die nächste so früh wie möglich wieder rausholt, dass die Fische möglichst kurz im Netz sind
00:27:34: Andy: Thema Nachhaltigkeit. Also wir hatten jetzt das Thema Klimawandel schon angesprochen und dass sich die Umstände natürlich verändern. Ihr legt ja auch ganz viel Wert auf den nachhaltigen Fischfang.
00:27:47: Urs: Ja, also da wird man oft missverstanden. Hier am See finde ich also gerade was Nachhaltigkeit angeht. Man hört immer wieder, wenn auch mehr, immer wieder damit konfrontiert. Das sagt er ja klar, dass keine Fische mehr hat. Ihr habt ja alles rausgefischt, alles völlig überfischt. Und viele kennen halt die. Dokumentation von der Hochseefischerei oder die Riesentrailer mit Schleppnetzen. Alles abgrasen und auch den Meeresgrund kaputt machen und sowieso alles Beifang. Der wird dann halt alles die Schildkröten und so, das ist natürlich keine schöne Sache. Da sage ich auch Ich als Fischer, das ist nicht gut. Bei uns ist das eine ganz andere Fischerei. Wir haben wirklich eine nachhaltige Fischerei. Das sage ich nicht nur, weil ich Fischer bin, sondern es lässt sich auch einfach belegen mit Tatsachen. Wir haben Stellnetze. Es wird jetzt nicht aktiv, wird ein Netz zum Fisch getragen, sondern andersherum. Also wir setzen die Netze aus. Die stehen wie ein Vorhang. dann im See? Und die Fische müssen aktiv rein schwenken, Und wir haben so viele Auflagen mit Maschenweiten, dass man keine Fische fangen, die zu klein sind oder zu jung sind, die noch nicht abgleichen konnten. Also jeder Fisch kann sich reproduzieren. Mindestens ein, zwei mal, bevor dann überhaupt Fang fähig ist. Von der Größe her eher von den Schonzeiten im Netz an Zahl. Das ist alles so reglementiert, dass man wirklich mit gutem Gewissen sagen kann, dass hier nichts überfischt wird. Ja, und dann haben wir noch eine Fischbrutanstalt, Wo dann? Also wir betreiben die Fischerei, das heißt zur Laichzeit, Wenn die ablaichen, können wir Fische während der Schonzeit auf den See und dann wird auf dem Boot wird der Bogen entnommen und die Milch wird dann auf. Auf dem Boot werden die Eier befruchtet, kommt dann in die Fischbrutanstalt und da werden sehr brütet. Zum Teil werden sie dann angefüttert, dass sie einfach besser überleben und die kommen dann wieder zurück in die Zucht. Der wird nicht selektiert. Das ist einfach eine Bruthilfe quasi. Und da waren es jetzt die letzten Jahre immer so um die zwanzig Millionen Fellchen, die man einsetzen. Also wir bringen viel mehr in See ein, also wir sehen mehr als wir ernten. Und das macht man mit den Hecht, mit den Ästen, wenn man was hat und also da muss man schon sagen, da kann man kann ich guten Gewissens sagen das wir hier nichts überfischt und hab da auch keine kein Bauchweh.
00:30:10: Andy: Und wie ist es wenn du dann im Supermarkt an die Fischtheke gehst und da mal dich dort umschaust?
00:30:17: Speaker 2: Mach ich nicht.
00:30:18: Urs: Also ich esse. Eh nicht so viel Fisch, Aber zweimal die Woche mache ich aber gleich mit dem Fleisch. Einmal die Woche Fleisch, eins, zwei Mal die Woche Fisch. Und dann aber lieber eine gute Qualität, wo ich auch weiß, wo es herkommt. Ja, eben. Wildfang Ist natürlich immer toll, wenn man weiß, wie es gefischt wurde oder wo gefischt wurde. und wenn es irgendwelche Zuchtsachen sind, guckt man halt schon auch Zucht ist nicht alles schlecht. Es gibt auch gute Zucht und ganz viele, wo man das auch bedenkenlos essen kann. Ja, aber da muss man sich halt ein bisschen mit beschäftigen und das tun wir Und alles was wir verkaufen, da können wir schon dazu stehen, würde ich mal sagen. Was uns auch ganz enorm wichtig, auch wenn es eben ein Lachs ist. Ich glaube, dann halte ich den Beleg Norweger Lachs. Das kostet dann halt eben ein bisschen mehr als im Supermarkt. Aber ich habe da einfach eine gute Rohware, räuchert den dann selber kalt oder heiß, oder? Und das hat seinen Preis. Aber man kann halt auch guten Gewissens verkaufen, was für uns wichtig ist.
00:31:19: Andy: Zum Abschluss habe ich noch eine Idee für euch. Ich bin gespannt, ob ihr sagt Genial oder kompletter Quatsch. Wir hatten jetzt viel über das Bewusstsein gesprochen, auch über die Nachhaltigkeit. Wie kann man denn dieses Bewusstsein noch ein bisschen mehr stärken, außer dass man jetzt im Podcast darüber spricht? meine Idee ist Rebels Fisch Experience Die Idee ist einmal pro Monat fahren Menschen mit euch raus auf den See, sind dabei und erleben quasi von Anfang bis Ende, wie es ist, den Fisch Reinzuholen, zu fangen, ihn dann zu verarbeiten, workshopartig wie auch immer und ihn danach dann natürlich im Bistro auch auf dem Teller zu essen. müsste man natürlich mal gucken, wie groß eure Boote sind und wie viele da drauf passen und man könnte es vermarkten. du hast gemeint vorhin mal im Vorgespräch, dass Social Media ist jetzt auch nicht so dein Ding. Aber wenn irgendeiner von euch eine Art Fischfluenza wird, der sozusagen dem Thema einfach eine Plattform gibt und da das vertreibt. Damit könnte man das Ganze dann so ein bisschen vermarkten und anschieben. So, das war meine Idee, der Rebels Fish Experience.
00:32:40: Stefan: Was heißt Experience?
00:32:41: Andy: ein Erlebnis zu schaffen für Menschen, die nicht nur mit dem Fahrrad bei euch vorbeifahren und halten und was einkaufen oder dann im Bistro essen, sondern dass die auch erleben, wo denn der Fisch genau herkommt und wie das passiert.
00:32:57: Stefan: Ja, also im kleineren Rahmen machen wir das ja so wir bieten zum Beispiel in den Sommerferien für ein Kind innerhalb von drei vier Wochen wöchentlich eine Ausfahrt an, da nehme ich auch mal sechs, acht Kinder mit.
00:33:12: Urs: Aktionstage.
00:33:13: Stefan: Kinderaktionstag. Die kriegen dann alle Schwimmwesten. Erst mal Gummistiefel angezogen. Schutzkleidung. Und dann dürfen die mit mir mit auf den See. So zwei, drei Stunden und dann wird da gefischt und dann darf jeder mal, wenn er will, einen Fisch anlangen lange ein Krebserlange oder Muschel oder egal was. Wir haben Das ist immer so! Highlight Allgemein sind wir für Gäste auf dem See eigentlich offen. Es kann immer mal jemand mit einer oder zwei, aber das ist tatsächlich das Platzproblem. Also wir sollten unbedingt schaffen und nicht bloß lüt wo im Weg umgehen. Viele sind da sehr interessiert, aber das kann man. Mit Einschränkungen kann man das machen.
00:34:00: Andy: Dann kommt einfach nur noch euer Fischfluencer dann mit, wenn er den dann einen Azubi habt oder der Urs jemanden organisiert, der das mal richtig groß macht das Thema.
00:34:10: Urs: Ja, da könnten wir was Social Media angeht und so könnte man viel mehr machen.
00:34:15: Andy: Ich danke euch vielmals, dass ihr hier wart, dass ihr so viel erzählt habt von eurem Betrieb, von allem, was ihr bisher gemacht habt und was ihr auch noch vorhabt zu machen. Ich habe wahnsinnig viel gelernt. Ich habe sehr viel mitgenommen und ich hoffe, jeder, der den Podcast hört, wird genauso viel lernen.
00:34:32: Stefan: Gut, danke. War für uns auch interessant.
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