Mehr als nur ein Veranstaltungshaus: Ruth Bader vom Bodenseeforum Konstanz
Shownotes
Was macht eine Veranstaltung zu einem echten Erlebnis? Und welchen Wert hat ein Veranstaltungshaus eigentlich für eine Stadt und eine Region?
In dieser Folge von Bisschen Bodensee Business spricht Andy Ritzi mit Ruth Bader, Geschäftsführerin des Bodenseeforums Konstanz. Sie erzählt von ihrem ungewöhnlichen Weg vom Theater über das Konziljubiläum bis an die Spitze des Bodenseeforums und gibt spannende Einblicke in die Arbeit hinter den Kulissen eines modernen Veranstaltungshauses.
Gemeinsam sprechen sie darüber, warum ein gelungenes Event weit mehr ist als perfekte Technik und gutes Catering, weshalb Improvisation im Eventmanagement genauso wichtig ist wie eine präzise Planung und wie sich Veranstaltungen seit der Corona-Pandemie verändert haben. Außerdem geht es um hybride Formate, Nachhaltigkeit, künstliche Intelligenz in der Veranstaltungsbranche und die Frage, welche Rolle Begegnungen künftig spielen werden.
Natürlich bleibt auch die wirtschaftliche Seite nicht außen vor: Ruth Bader erklärt, warum kommunale Veranstaltungshäuser selten Gewinne erwirtschaften können, welchen Mehrwert sie dennoch für eine Stadt und die regionale Wirtschaft schaffen und weshalb dieser oft schwer sichtbar, aber trotzdem messbar ist.
In der Rubrik „Bisschen Klartext“ spricht sie offen über den Rechtfertigungsdruck eines städtischen Eigenbetriebs, die Diskussionen rund um Zuschüsse und darüber, warum gerade gut organisierte Veranstaltungen oft am wenigsten auffallen.
Und zum Abschluss gibt es natürlich wieder Andys Gratis-Pitch. Diesmal mit einer Idee für ein neues Eventformat, das Start-ups, Investoren und die Innovationskraft der Bodenseeregion auf einer Bühne zusammenbringen könnte.
Eine Folge über Begegnungen, Gastgeberschaft und die Menschen, die dafür sorgen, dass Veranstaltungen lange in Erinnerung bleiben. Auch wenn hinter den Kulissen niemand etwas davon mitbekommt.
Hier geht es zum Bodenseeforum Konstanz
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Transkript anzeigen
00:00:01: Bisschen Bodensee, Bisse Scha...
00:00:06: Herzlich willkommen zu einer neuen Folge Bisschen Bodense Business, dem Podcast über Marken, Menschen und Unternehmertum in der Bodense Region.
00:00:13: Ich bin Andi Ritzi, Inhaber der Kreativagentur Typics aus Radorf-Zell und heute nehmen wir euch mit an einen Ort für Begegnung, Inspiration – manchmal auch Diskussion!
00:00:22: Zugastis Rudbader, Geschäftsführerin des Bodenseeforums Konstanz.
00:00:25: Sie kommt ursprünglich aus dem Theater hat große Kulturformate wie das Konziljubiläum mitgestaltet und sorgt heute mit ihrem neunzehnköpfigen Team dafür, dass aus Veranstaltungen echte Erlebnisse am See rein wären.
00:00:36: Wir sprechen darüber, wann ein Event wirklich ein Erfolg ist.
00:00:39: Warum es dabei nicht nur um gute Stimmung gibt und weshalb hungrige Gäste im Zweifel schlimmer sind als ein nicht funktionierendes Mikrofon.
00:00:45: Außerdem klären wir warum ein Veranstaltungshaus selten Wirtschaftsmodell sondern Zuschussbetrieb ist wie es trotzdem einen enormen Wert für die Region hat und man unterm Strich sogar ein Vielfaches des Zuschusses auf anderen Wegen wieder reinholt.
00:00:58: also Vorhangaufspot an und bühnefrei für spannende Einblicke hinter die Kulissen des Bodenseforums.
00:01:03: viel Spaß mit der Folge.
00:01:04: Los geht's!
00:01:23: Sehr schön, dass du da bist bei uns im Podcast.
00:01:26: Ich würde direkt mal rein starten und fragen wollen ab wann ist für dich denn ein
00:01:30: Event ein
00:01:31: Erfolg?
00:01:33: Das ist lustig weil das eigentlich eine Frage die ich immer... Menschenstelle, die sich um eine Stelle bei uns bewerben.
00:01:39: Und die jetzt mal selber zu beantworten ist natürlich sehr spannend!
00:01:43: Ich glaube ein Event ist für mich ein Erfolg wenn alle zufrieden sind also das heißt wenn die teilnehmenden zufriedenz der veranstaltende Zufrieden ist wir als Hauszufrieden sind und wir das Gefühl haben dass wir gemeinsam den menschen die Möglichkeit gegeben haben für inspirierende Begegnungen, für eine gute Zeit miteinander oder für einen Anlass wo man was mit nach Hause nimmt an Erlebnis, an Anregung und Inspiration.
00:02:11: Also alles in Richtung auch Emotionen.
00:02:13: so ein bisschen gedacht wenn die Leute happy sind und das Gefühl haben sie hatten einen schönen Abend mit interessanten Leuten mit einem tollen Programm.
00:02:25: Ja und ich glaube es muss gar nicht so sehr.
00:02:27: also Happy darf nicht sein, dass es sozusagen nur lustig oder unterhaltsam oder gut sein muss.
00:02:34: Es ist einfach zufrieden, weil ich was mitnehmen kann, das mein Leben bereichert.
00:02:40: Das kann natürlich auch genauso ernst sein und tragisch sein.
00:02:43: Es kann mich genau so zum Denken anregen oder eine Inspirationsquelle sein.
00:02:48: Aber diese Zeit für die Veranstaltung hat ... hat eine Bedeutung, die nicht gleich wieder danach verpufft, sobald ich aus dem Haus raus bin oder aus dem Raum heraus bin.
00:03:10: Lieber
00:03:10: Corporate Event oder Konzert?
00:03:13: Corporate event weil wir viel mehr machen können von dem was wir können.
00:03:17: Wieviel Prozent Planung wieviel prozent Improvisation?
00:03:26: Ich glaube im Idealfall ist es halb halb Und zwar aus dem Grund, wir müssen vorher schon extrem gut geplant und vorausgedacht sein.
00:03:33: Aber eben in der Begegnung und in einem Miteinander entsteht so viel Neues und es muss ja auch der Raum dafür da sein das was Neues entsteht durch die Begehnungen.
00:03:40: also deswegen ich glaube halb halb ist gut.
00:03:42: Ist eine gute Mischung.
00:03:45: Welches Worst Case-Szenario wäre dir lieber?
00:03:48: Entweder Technikausfall oder
00:03:51: Catering Field?
00:03:54: Field komplett wow!
00:03:58: Ganz schön schwierig, weil beides ist wirklich ein Worst Case.
00:04:04: Ich glaube Technikausfall könnte man vielleicht noch versuchen irgendwie dann selber durchbrüllen schreien wie auch immer zu überbrücken.
00:04:16: wenn die Leute aber mit hungrigen Mägen da sitzen und Durst haben Dann ist die Stimmung so miserabel dass das wirklich noch viel viel schlimmer ist.
00:04:28: eher Essen kann ausgehen und ja natürlich, dass die Technik hin- und wieder mal vielleicht irgendwelche Schwierigkeiten hat.
00:04:37: Aber auch das gehört dazu!
00:04:38: Und die Leute erinnern sich ja daran viel mehr wenn irgendwas Besonderes passiert und sie das Gefühl haben man versucht das aber ideal zu lösen.
00:04:47: Die merken ja auch wenn ihr...
00:04:49: Wenn
00:04:49: wir rennen macht
00:04:50: und tut und bei so einem richtig wichtigen Event ab wann ist der Moment wobei dir die Anspannung abfällt?
00:04:59: kommt auf meine Rolle drauf an.
00:05:01: Ich würde sagen, wenn ich wirklich nur in dem Veranstaltermodus bin, also das Haus was genutzt wird dann ist es... Wenn die Veranstaltung rollt, können wir ja in dem Moment nicht mehr so viel tun hin und wieder.
00:05:13: Dann darf ich auch moderieren bei Veranstaltungen und da ist es tatsächlich... Da ist es der Moment wenn ich das Gefühl habe jetzt passen die Steinchen zueinander.
00:05:22: Dazu spontan die nächste Schnellfrage lieber auf der Bühne oder lieber hinter der Büne?
00:05:28: Kommt auf die Veranstaltung darauf an!
00:05:29: Okay.
00:05:30: Manchmal schon sehr gerne auf der Bühne, beides!
00:05:33: Jetzt wird es ein bisschen politisch vielleicht auch?
00:05:36: Ich bin gespannt auf deine Antwort.
00:05:38: Lieber schnell entscheiden und später erklären oder erst abstimmen und dann entscheiden.
00:05:48: Lieber schnell entscheiden und dann erklären.
00:05:56: Du kommst aus dem Schauspiel habe ich gelesen.
00:06:00: Ich komme aus dem Theaterbereich.
00:06:01: Also ich habe Theaterwissenschaft studiert, ich habe als Trematurgein gearbeitet.
00:06:05: Das sind die Menschen, die eigentlich die Entstehung eines Theaterstücks begleiten das vermitteln an den Besuchenden und eigentlich sowas wie die Organisatoren in einem Theater sind.
00:06:16: Du warst auch an einen Salzburger Festspiehen beteiligt?
00:06:19: Genau!
00:06:20: In Köln,
00:06:21: wo ist
00:06:22: noch eine Zeit lang?
00:06:24: Ich habe in Kölnerm Schauspielhaus als Dramaturgieassistentin angefangen und dort dann auch als Dlamatogen gearbeitet.
00:06:30: Und ich durfte immer in den Sommerferien oder in den Sommermonaten im Schauspilbüro der Salzburger Festspiele arbeiten, Festspielluft schnuppern – das war schon sehr toll!
00:06:42: Das ist eben dieses organisatorische, was da mit drinsteckt und hab bei der Ruhrtrainale auch gearbeitet und bin eigentlich über diese Festivalschiene deswegen nach Konstanz gekommen, weil mein erster Job war am Theater-Konstanz, die Baden-Württembergischen Theatertage.
00:06:59: Ich habe das junge Theater- Konstanz mitgeleitet Und dann gab es aber eben das nächste große Jubiläum im Konstandsrat für sein sechshundertjähriges Jubilän des Konstandserkonzils.
00:07:17: Eine Person gesucht, die da die Fähnen zusammen hält.
00:07:21: Okay und da warst du aber auch ziemlich lange dann tätig?
00:07:24: Ja weil das mit sehr viel Vorausschau geplant worden ist.
00:07:27: also wir hatten fünf Jahre um dieses Jubilæum vorzubereiten und dann fünf Jahre in denen das Jubilääum stattgefunden hat.
00:07:33: Das war sehr klug dass wir so viel Zeit vorne weg hatten.
00:07:35: Also weil wir ganz, ganz viele unterschiedliche Akteure mit ins Brot holen konnten und halt wirklich eigentlich das Jubiläum mit ganz vielen Menschen gemeinsam entstehen lassen konnten.
00:07:46: Es war nicht so von oben aufgesetzt oder so sondern es war eben ganz viel was... die und also was Vereine entwickeln konnten, was Kulturschaffende entwickeln könnten.
00:07:55: Die Kirchen konnten ihr Angebot mit einbringen, die Hochschulen konnten sich einbringen.
00:07:58: Also es war einfach... Es waren enorm riesiges Miteinander.
00:08:02: Das war wirklich eine sehr inspirierende, sehr großartige Zeit.
00:08:07: heute in der finanziellen Situation wieder sehr viel schwieriger das zu realisieren.
00:08:12: Okay!
00:08:12: Und war deine Arbeit dort immer schon dann auf diese zehn Jahre festgelegt von Anfang an?
00:08:19: Ich hatte zwei fünf Jahresverträge.
00:08:22: Es war sozusagen auch die Sicherheit, falls irgendjemand mit jemanden nicht zufrieden ist.
00:08:26: Auch für mich und er aber eben aus dem Theater kommt wo ich eigentlich ein oder zwei Jahresverträge hatte hat sich das eigentlich schon zweimal fünf Jahre fast wie lebenslänglich angefühlt.
00:08:36: Ja verstehe.
00:08:39: Und dann bist du zum Bodenseeforum gekommen?
00:08:49: Das Konziljubiläum wurde von der Konzirstadt Konstanz organisiert und das war ein Eigenbetrieb.
00:08:53: Ich war eben die Leiterin dieses Eigenbetriebes, und sowohl die Stadt als auch der Gemeinderat hatten so das Gefühl ja wir wollen die Bade eigentlich irgendwie in der Stadt halten aber was kann sie denn tun?
00:09:07: Und auf der anderen Seite gab es das Bodenseeforon Und das Bodenseforum war Ende des Jahres, zwei Achtzehn führungslos.
00:09:15: Also das Bodensäforum, dass keine Führungspersonen hatte und eben die Eigenbetriebsleiterin, die keinen Eigenbetrieb mehr hatte und dann hat man das gemetscht... Ja!
00:09:23: ...und das hatte ich sofort gereizt?
00:09:26: Das hat mich sofort gereizt, weil ganz lustig als das Bodenseeforum zwei Sechzehn eröffnet worden ist.
00:09:31: Da bin ich schon rumgelaufen und da habe so gedacht eigentlich wäre das ja nach dem Konziljubiläum schon toll gewesen aber es ist jetzt einfach zu früh und ich dachte eigentlich nicht dass das dann nochmal so daherrollt.
00:09:43: Sie sind bei dir also offene Türen eingerannt?
00:09:45: Ja
00:09:46: sie sind bei mir sehr offene türen eingerannt.
00:09:50: Ich hatte das Glück dass die Entstehung des Bodenseeforums konnte ich natürlich aus der Funktion des Konzielljubiläums auch ein bisschen mit beobachten.
00:09:58: Beziehungsweise wir haben Jubiläumveranstaltungen auch im Wohnensäforum gemacht.
00:10:02: Okay,
00:10:03: jetzt will ich gerne noch mal beim Wohnensäsforum vor deiner Zeit anfangen wollen.
00:10:08: Es gab ja also dieses Gebäudestand da schon war ein Neubau von einem Unternehmen das dann Insolvenz beantragt hatte.
00:10:16: und ist das
00:10:17: korrekt so?
00:10:18: Ja, im ganzen Chancen.
00:10:19: Es war eigentlich eine Solar-Innovationsfirma.
00:10:22: also das heißt es ging schon um Innovation.
00:10:25: aber es war eben zu einem Zeitpunkt ist es zwei zehn bis zwei zwölf gebaut worden.
00:10:30: und eigentlich bei der Eröffnung war schon klar die Solarfirma die dahinter steht wird aus Konstanz weggehen und eben dieses Haus nicht bespielen.
00:10:39: Und jetzt war das auch eine ganz besondere Immobilie.
00:10:41: Also wir sind zum einen von außen ein sehr schönes ein sehr ansprechendes Haus an einer wirklich an der Stadt einfahrt, direkt am See reingelegen.
00:10:50: Also auch noch wirklich eine Immobilie in einem Ort, der einfach gut ist.
00:10:55: Und zu dem Zeitpunkt war es so dass die IHK neue Räumlichkeiten gesucht hat weil ihre eigenen oder alten zu klein geworden sind und zugleich konstant schon immer wieder versucht haben einen Veranstaltungshaus auf die Beine zu stellen also sein Konzerthaus oder eben ein Veranstaltungs- und Tagungsraum.
00:11:15: Und dazu ist es im Jahr twohntausend neun, dass ein Bürgerentscheid abgelehnt wurde.
00:11:18: Es konnte nicht dort realisiert werden.
00:11:21: Und so kam dann irgendwann mal die Idee Aha!
00:11:23: Aber warum können wir das nicht aus diesem Gebäude weiterentwickeln?
00:11:25: Wir machen unten das Veranstaltungshaus rein und oben in die oberen Etagen die IHK mit ihren Schulungs-und Verwaltungsräumlichkeiten.
00:11:32: So konnte man eben haben IHk und Stadt gemeinsam das Gebäudegekauft.
00:11:38: Beide hatten das Glück, dass die eigentlichen Architekten, die eben den Ursprungs-Solar-Innovationsraum gebaut haben.
00:11:47: Dass sie auch gewonnen werden konnten für den Umbau und für die Weiterentwicklung des Gebäudes.
00:11:53: Wir sind nicht das Veranstaltungshaus, was man idealerweise auf eine grüne Wiese gebaut hat.
00:11:57: aber wir sind ein Haus wo man sieht mit wie viel Liebe zum Detail da einiges umgebaut worden ist und gemacht worden ist Die über Wände extrem flexibel und mobil gestaltet werden können.
00:12:13: Und wo man entweder eben vom See rein bis zur Reichinaustrasse durchgucken kann oder wo man dann mit Wänden ganz unterschiedliche Raummodelle entstehen lassen kann.
00:12:22: Also wir sind unglaublich flexibel, ja!
00:12:25: Wir sind in Konchans, die so viele alte Häuser haben, da haben wir hier plötzlich den modernen Bau auf der anderen Seite.
00:12:31: Da worauf würde ich gerade auch noch mal zu sprechen kommen?
00:12:33: Weil du kommst ja aus dem Konzil ist ja sehr viel für Veranstaltungen in Benutzung.
00:12:38: Inwiefern herrscht da so ein bisschen Konkurrenzdruck?
00:12:44: Grundsätzlich, finde ich, gilt so für Veranstaltenflächen.
00:12:47: Wir sind uns keine Konkurrenten sondern wir verstärken das Geschäft weil jeder von uns ganz unterschiedliche Schwerpunkte oder Qualitäten hat.
00:12:56: also wie man schon merkt das Conciergebäude Gastwirtschaft mit drin, also hat ein Restaurant mit drin.
00:13:03: Hat der Küche mit drin!
00:13:05: Das heißt dort sind natürlich alle gastrolastigen Veranstaltungen extrem gut aufgehoben weil da genau dieses Team und diese Kompetenz mit dran ist.
00:13:12: Wir sind diejenigen.
00:13:13: wir haben einen Veranstaltungsteam.
00:13:15: Wir bei uns kriegt der Kunde ihm alles aus der ersten Hand Und die Technik wird von uns auch gestellt und es auf obersten Level.
00:13:22: Bei uns kommt die Expertise vom team mit dazu und der kunde muss eben nicht noch alles andere zusätzlich einsammeln.
00:13:29: Ihr schreibt auch selbst oder beschreibt euch als hybrides Veranstaltungshaus.
00:13:34: Was kann man darunter verstehen?
00:13:36: Das ist was, was wir aus Corona mitgenommen haben.
00:13:39: Wir haben sehr schnell umgeschaltet und gelernt wie man hybride Elemente in die Veranstaltung mit rein nimmt.
00:13:45: Und deswegen auch viel da an Technik und auch an Expertise.
00:13:49: Und das ist glaube ich das, was uns dann eben von manch anderem Ort unterscheidet dieses Wir können Veranstaltungen zusammenschalten, die sowohl bei uns in den Räumlichkeiten stattfinden aber dann eben Teilnehmende oder auch gerade Speaker oder so was wo an anderen Orten sind.
00:14:04: Die dann eben digital mit dabei sind.
00:14:06: Wie
00:14:07: ist da dein Eindruck?
00:14:07: Funktioniert das gut?
00:14:08: Ist das irgendwie etwas, wo du sagst, dass es die Zukunft und davon immer mehr?
00:14:13: Oder ist das eher so aus der Not?
00:14:15: und ja okay Es ging ja nicht anders zu Corona-Zeiten und es wird jetzt eher wieder weniger?
00:14:21: Nein, ich glaube das ist eine andere Qualität.
00:14:23: Und ich glaube dass das auch ein ganz großer Mehrwert ist.
00:14:25: also wir haben gelernt dass es bestimmte Veranstaltungsformate gibt diesen super wenn sie digital oder hybrid stattfinden weil man keine Ahnung ich bin selber in zwei Verbänden.
00:14:35: Ich muss mich zur Jahresverbandstagung hinfahren Wenn Sie am anderen Ende von Deutschland sind aber ich kann mich zu der Mitgliederversammlung dazuschalten um kriegt es trotzdem aus erster Hand mit.
00:14:48: Ich unterscheide genauer wann ist es wichtig, dass ich mich persönlich begegne und dadurch ist die persönliche Begegnung auch wesentlich intensiver.
00:14:58: Reicher.
00:15:00: Oder ich entscheide, ah es ist gut wir müssen den Top-Speaker nicht aus dem USA einfliegen sondern die schalten ihn einfach zu was eben aus Umweltaspekten besser ist und unter Umständen auch die Vereinbarkeit Familie und Beruf wesentlich leichter ermöglicht dass Familien Menschen eben nicht weite Reisen auf sich zunehmen müssen.
00:15:20: und deswegen ich glaube Hybrid oder Digital ist eine andere Farbe der Begegnung aber die direkte Begegnung und den Mehrwert von den Veranstaltungen, wo man wirklich im Miteinander ist nicht schmällert sondern nochmal besonders herauskristallisiert.
00:15:36: Also wir verstehen jetzt plötzlich warum das so ist.
00:15:38: Du hast es aus dem
00:15:38: Jahr zwei Tausend Neunzehn angefangen und dann kann man ja rechnen was nicht mehr besonders lang bis dann Corona-Zeit begann?
00:15:46: Für Sponsorforum war die Corona Zeit.
00:15:48: Die war wahnsinnig anstrengend aber es war für uns die Zeit zu zeigen warum es gut ist dass eine Stadt Veranstaltungsräumlichkeiten hat.
00:15:56: Und wie wichtig es ist, dass es solche Räume gibt wo ein Team ist das sofort umsetzen kann in einen sicheren Ort für gute Begegnungen.
00:16:08: Wir haben wirklich viel gearbeitet in der Zeit weil natürlich alles was ich noch begegnen durfte und treffen musste bei uns im Haus stattgefunden hat.
00:16:18: Deswegen hatten wir aber auch immer so das Gefühl wir können unseren Beitrag leisten Wir sind sehr schnell, konnten wir den Schalter auch wieder umlegen.
00:16:29: Also wir haben dann irgendwie so ein bisschen parallel gearbeitet.
00:16:31: Wir haben extrem guten Kontakt zu unserem Kunden gepflegt eben auch geguckt wie schaffen wir es das zu verschieben oder zu verlegen?
00:16:38: Oder wie kommen wir da?
00:16:40: also die Kunden waren ja genauso orientierungslos für wir aber deswegen waren wir einfach eng.
00:16:45: in der Abstimmung.
00:16:46: hat sich aus deiner Sicht Das Event Thema und Veranstaltungen verändert
00:16:53: durch
00:16:54: die Corona Krise
00:16:55: Auf jeden Fall.
00:16:57: Und zwar durch das, was wir gerade vorhin auch besprochen haben mit dem hybrinen Element.
00:17:02: Also ich habe das Gefühl wenn wir Veranstaltungen machen sind die Veranstalten denn immer noch... sensibler oder wertschätzender.
00:17:13: Also Sie wissen, dass die Begegnung so viel Wert ist und deswegen geben sie mehr Zeit in die Vorbereitung und deswegen gehen wir besonders viel Aufmerksamkeit in dieses Miteinander dort dann.
00:17:26: Also ich kann das auf jeden Fall bestätigen insofern als da sich selbst jetzt wieder diese Woche auf zwei Veranstaltungen war es und dort auch wieder gemerkt habe wie Schön das ist, die Leute zu treffen, die ich teilweise ... Ich hab Leute getroffen, die schon über zehn Jahre kenne.
00:17:43: Noch nie persönlich gesehen habe und wie du gesagt hast so viel später jetzt wo eigentlich ja schon lange wieder Events gefragt sind dass das immer noch so dieses Gefühl hat von Ja es ist wichtig und die Wertschätzung anhält Die damals natürlich direkt nach Corona mit Begegnungsbeschränkungen etc.
00:18:05: natürlich riesengroß war, als alle wieder zusammenkommen konnten.
00:18:09: Die aktuelle Weltlage macht es auch momentan den Menschen das Bedürfnis groß irgendwo in eine Veranstaltung reingehen zu können und einfach mal abzuschalten und was anderes mitzunehmen und zu erleben.
00:18:22: Und da ist jetzt auch gerade also mein Gefühl ist gerade dass die Dankbarkeit bei Kulturveranstaltungen gerade immens hoch ist weil alle dankbar sind dafür dass es hier mal einen Moment eben nicht um die Krisen dieser Welt geht, sondern wirklich um Kultur, Inspiration, Begegnung.
00:18:43: Abtauchen in der anderen Welt und was
00:18:44: anderes erleben
00:18:45: sehen lernen wir auch immer.
00:18:48: Und das für ein Glück dafür arbeiten zu dürfen.
00:18:50: Ja?
00:18:51: Klingt inspirierend!
00:18:53: Was habt ihr denn
00:18:54: geplant?!
00:18:55: Also wie sieht für dich das Event in zehn, fünfzehn, zwanzig Jahren aus?
00:19:01: Ich glaube, es gibt ja diverse Trends die einen immer beeinflussen und das eine ist einfach dieser Trend der Nachhaltigkeit.
00:19:08: Ökonomisch sozial- und ökonomische wertvolle Events zu schaffen ist ja nicht so einfach.
00:19:13: Das heißt, dass es ein langer Weg dorthin das zu schaffen.
00:19:16: Und ich glaube also, das ist so ein Weg den wir Schritt für Schritt versuchen vor allem halt dann auch mit den Kunden zu gehen und eben vor allem da auszuloten... Es ist denn wirklich so, dass die Preise in die Höhe schnellen wenn ich mich um eine nachhaltige Veranstaltung bemühe oder gibt es da eben Wege dazwischen?
00:19:33: Dann finde ich wahnsinnig spannend gerade, welche Rolle wird denn KI spielen und wo?
00:19:39: in welchen Bereichen kann ich wie KI einsetzen.
00:19:41: Und ich glaube das ist ähnlich wie beim digitalen und hybriden.
00:19:43: Es wird die Begegnung nicht wegnehmen, unsere Jobs als veranstaltungsermöglicher nicht weg nehmen sondern wir werden Kapazitäten gewinnen an anderer Stelle und um noch intensivere und nachhaltigere Austausche zu ermöglichen.
00:19:58: Da steckt ein Kern in der Veranstaltung drin.
00:20:00: Der wird immer da sein und das wird auch immer, also es wird auch in fünfzehn, dreißig und hundert Jahren der Kern einer Veranstaltung sein.
00:20:08: Es wird sich aber vielleicht verändern indem wir weniger statisch rein sitzen und nach vorne gucken sondern es eben interaktiver und mehr miteinander ist.
00:20:20: Also deswegen ich glaube die Veranstörung gewinnen Attraktivität, der Kern bleibt derselbe Unsere Zeit in andere Themen stärker investieren.
00:20:31: Heißt aber auch, ihr schaut euch immer wieder um was sind die Trends?
00:20:35: Was gibt es für neue Themen und beschäftigt euch damit auch direkt?
00:20:40: Ja, und ich glaube auch das liegt ja bei uns dran.
00:20:42: Also dadurch dass wir ja immer ganz unterschiedliche Kunden haben die mit ganz unterschiedlichen Hintergründen kommen und wir gar nur zu unterschiedlichen Erlebnissen kommen, kommen hier genau solche Trends auch zu uns wieder rein!
00:20:51: Wir lernen quasi aus den Veranstaltungen eurer Kunden mit...
00:20:54: also wir sind im engen Austausch mit dem Kunden wenn er seine Veranstaltung plant und wenn es eine inspirierende Idee ist oder ein Ansatz ist wo wir denken aha dann kann es schon sein dass das wieder zu uns rüberschwappt.
00:21:04: und dann sind wir natürlich im Austauschen mit anderen Veranstältungshäusern.
00:21:08: Es gibt einen wunderbaren Zusammenschluss, das Bodensee-Meeting rund um den Bodenseee wo die Veranstaltungshäuser aber auch die beiden Konventionenbüros oder auch die Instaminer mit dabei sind und wir tauschen uns genau darüber aus und versuchen rauszufinden.
00:21:23: Was ist das denn was da jetzt kommt?
00:21:25: Und was uns treizt und verbindet dass wir eben gute Gastgeberschaft als Überziel haben.
00:21:32: also wir wollen Gute Gastgebende für unsere Veranstaltenden und Teilnehmenden sein.
00:21:38: Die sollen sich wohlfühlen, die sollen auf das konzentrieren was in der Veranstaltung inhaltlich stattfindet und den Rest.
00:21:46: Der ist unser Job!
00:21:48: Und hilft dir dein früherer Job als Dramaturginn?
00:21:54: Noch manchmal jetzt bei der Ausrichtung von Events, die vielleicht ja auch grammaturgisch gesteuert, gelenkt werden müssen um eine Geschichte zu erzählen?
00:22:02: Ja ich glaube schon.
00:22:03: Also mir hilft zum einen dieses dass bei mir immer das Publikum mit dem Fokus war also wie... Der Grammaturk ist immer sowas wie auch der erste Zuschauer Das heißt die teilnehmenden Perspektive ist mir relativ nahe.
00:22:18: Und dann ist er eben der Grammaturt der Erklärer Wie funktioniert ein Theater oder wie funktioniert Stück.
00:22:25: Und ich glaube, dieses Wir-Erklären das Bodensee Forum ist ein Thema, dass eben dieses Haus einfach begleitet weil es immer noch in Frage gestellt wird teilweise was den Zuschussbedarf betrifft oder was den Nutzen betrifgt.
00:22:41: und da ist natürlich dieses wir erkunden wie funktioniert es?
00:22:44: Und wir versuchen es zu erklären ganz hilfreich.
00:22:49: Das ist schon so auch so ein roter Faden durch mein Leben.
00:22:58: Du hast es gerade schon spannendes Thema angesprochen.
00:23:02: Mit Zuschüssen, mit Finanzierungen und mit Geldern.
00:23:05: Ihr seid ein Eigenbetrieb der Stadt Konstanz!
00:23:08: Wie sehr nervt es manchmal wenn du dir immer wieder Genehmigungen einholen musst?
00:23:15: Und Gelder einsammeln musst für bestimmte Ideen, für Planung, für Events, für etwas was du als Vision im Kopf
00:23:23: hast?!
00:23:27: Dass wir immer wieder in der Kritik stehen, was uns so einen Zuschussbedarf betrifft liegt weniger daran dass wir ein Eigenbetrieb sind.
00:23:34: Ich persönlich bin großer Fan von der Form eines Eigenbetriebes.
00:23:38: also vielleicht auch das zu erklären während eine Stadtverwaltung eigentlich sowas wie ein großer Tanker ist.
00:23:44: Ist ein Eigen Betrieb zwar juristisch nicht selbstständig Also ein Teil dieser großen Stadt Verwaltung ist aber eher wie so ein kleines Sportboot neben dran, dass man ein bisschen Gas geben kann oder ein bisschen ne andere Route fahren kann weil wir wirtschaftlich eigenständig sind.
00:23:59: Was das Problem des Bodenseforums ist, ist dass bei der Gründung aus den Erwartungen geweckt wurden die kein Veranstaltungshaus in Deutschland je einlösen kann.
00:24:11: also warum auch immer hat sich festgesetzt und dass das Bodenseforum ab seinem xen Betriebsjahr eine schwarze Null schreibt oder gar einen Gewinneinfährt?
00:24:23: jetzt Wenn man sich einmal anguckt, dass irgendwie der Großteil aller Veranstaltungshäuser in Deutschland im kommunale Hand sind.
00:24:32: Kann man schon erkennen das es kein Wirtschaftsmodell ist was funktioniert und was ein Gewinn erwirtschaften wird sondern Veranstaltungshäuser sind Zuschussbetriebe.
00:24:40: Und das ehrlich gesagt finde ich schon anstrengend und manchmal nervt töten Dass man das immer wieder erklären muss.
00:24:46: aber Das ist einfach Ein Grundthema und Ich finde wenn man's eben erklärt dass der Mehrwert eben dann drin ist, welchen Nutzen oder welche Funktionen es für die Kommune hat.
00:24:56: Oder eben auch Welche wirtschaftliche Effekte daraus entstehen?
00:25:01: Dass Hotelbetten ausgebucht werden oder das Abendessen gebucht werden.
00:25:06: Oder dass im Rahmenprogramm Stadtführungen Ausflüge auf die Mainau oder was auch immer passiert oder das Dienstleister beauftragt werden, in einer Veranstaltung was zu tun.
00:25:18: Das ist der Mehrwert den wir produzieren und der fließt ja dann auch wieder zurück in die Stadt.
00:25:25: Oder dass wir eben bedeuten, dass ein Angebot geschaffen wird, dass die Konstanzer auch mit nutzen können.
00:25:30: Und das sind nicht nur die öffentlichen Veranstaltungen, die die Konstantzer besuchen sondern es ist eben auch wenn konstante Unternehmen dort eine Veranstattung machen, dann sind es die Arbeitnehmer, die da sind.
00:25:41: Der Nutzen ist vielleicht nicht, dass da unten eine grüne Zahl gar steht oder eben die schwarze Null steht.
00:25:48: Sondern der Nutzen is sowohl im inhaltlichen als auch dann in der sogenannten Umweltkrentabilität oder den wirtschaftlichen Effekten, die dahinter entstehen.
00:25:56: Was aber ja super schwer zu beziffern ist.
00:25:57: also damit kannst du ja ganz schwer... Also du kannst es erklären so wie du's mir gerade erklärt hast.
00:26:02: Aber damit kannst Du Ja Ganz Schwer sagen schaut Mal Wir Haben Jetzt XY Mehr Buchungen Oder mehr Umsätze bei Gastros, Inkonstanz bewirkt durch ein Event oder?
00:26:16: Ja wobei also es kommt darauf an wie gut man mit den veranstaltenden Gesprächen ist.
00:26:19: Also unter Umständen kann man das schon danach ja genau erfragen und vielleicht sogar einen Einblick in das Budget haben und dann kann man solche Kennzahlen schon ermitteln.
00:26:29: Wir wissen immer ungefähr, wie viele Betten durch unsere Veranstaltungen gebucht wurden oder also wie viel Übernachtungen daraus entstehen.
00:26:37: Was wir nicht wissen ist zum Beispiel, wieviele Hänge noch mal eine weitere Nacht dran oder wie viele Teilnehmenden bringen einen Partner mit zu der Veranstaltung und haben deswegen einen höheren Buchungsgrad.
00:26:49: Wir haben jetzt gerade mal so ermittelt, was unser wirtschaftlicher Effekt im Jahr zwei Tausendfünfundzwanzig war.
00:26:56: Da durften wir ein paar Budgets anschauen und die analysieren.
00:27:00: Und da kommen wir schon darauf, dass wenn man unseren operativen Zuschussbedarf nimmt und das, was wir an wirtschaftlichen Effekten haben – also welches Geld fließt aus dem Bodenseeforum entweder von uns oder von unseren Kunden die Stadtkonstanz und den Landkreiskonstanz sind, dann sind wir das für jeden Euro, den wir zuschussoperativen Zuschussbedarf haben ungefähr drei Euro fünfzig in der Stadt oder im im Landkreis entstehen.
00:27:27: Und es ist schon eine Zahl, die man nehmen
00:27:30: kann.
00:27:31: Ja so auf jeden Fall Argument wie ist denn eure Bedeutung für die regionale Wirtschaft?
00:27:37: Wir sehen ja jetzt ein Podcast über Bodensee Business.
00:27:41: Wie ist da euer Eindruck von der regionalen Gewichtung?
00:27:46: Bei uns ist es so, dass wenn wir unsere Kunden analysieren von ihrer Herkunft dann haben wir einen ganz klaren regionalen Fokus.
00:27:51: Also bei uns ist das tatsächlich so, da ungefähr die Hälfte unserer Veranstalten kommen aus Konstanz.
00:27:58: Dann sind's noch mal ungefähr fünfzehn bis zwanzig Prozent aus der Bodensee-Region und die schon ein bisschen weitergefasst.
00:28:06: Und dann sinds dann nochmal so zehn, fünfzehnt Prozent, die eben bis zu zweieinhalbzig Kilometer ganz von externen einfliegt, aber die gibt es selbstverständlich auch.
00:28:19: Ich glaube das ist ein ganz großer Mehrwert ist dass wir so diese regionale Verwurzelung haben weil da sind auch die veranstaltenden Kunden mit denen man auch enge Beziehungen aufbauen kann und die dann in welchen Rhythmen auch immer also ob jährlich oder alle zwei Jahre alle vier Jahre wiederkommen und mit dem man wirklich was aufbaut kann und gestalten kann und wo sich dann eben auch Formate weiterentwickeln können.
00:28:41: deswegen finde ich ist Regionalität eigentlich Was ziemlich Gutes.
00:28:46: Auch im eigenen Verständnis, was haben wir denn hier eigentlich für Akteure in der Region?
00:28:50: Wir verstehen uns ja auch als Plattformen also wen muss man dann mit wem vielleicht auch nochmal zusammenbringen oder wo kann dann auch etwas völlig Neues entstehen?
00:28:58: Wir hatten es davon dass durchaus sage ich mal ein Bewusstsein dafür da ist das es wichtig ist dass man zusammen kommt dass Veranstaltungen stattfinden dass so ein Veranstaltung Haus wichtig ist.
00:29:11: Ist denn auch ein Bewusstsein dafür da, wie viel arbeiten hinter den Kulissen in so einem Event steckt?
00:29:20: Das finde ich ist eigentlich extrem erstaunlich.
00:29:22: Also wir hatten es auch davon am Anfang was ist das größte Missgeschick.
00:29:27: Solange etwas einwandfrei läuft nehmen wir's ja nicht bewusst wahr.
00:29:31: also wenn die Technik einwandfreiläuft und das ist ja das Ziel einer jeden Veranstaltung nimmt man sie nicht wahr.
00:29:37: Wenn es immer was zu essen und zu trinken gibt und dass auch noch lecker ist dann hinterfrage ich nicht, woher es kommt.
00:29:43: Also ich glaube das hängt sehr viel davon zusammen.
00:29:46: wie bewusst nehmen wir denn wahr wenn was gut gelingt?
00:29:50: und da sind wir Menschen glaub ich schon so ein bisschen gepohlt.
00:29:52: also wir erinnern uns immer an die Missgeschicke, wir erinnern uns seltener an die wow richtig gut gelaufen und wir sehen weniger was hängt dahinten dran oder was läuft dahintend dran?
00:30:03: Ich finde es immer spannend wenn man erzählt ah neunzehn Leute arbeiten im Bodenseeforum Wow das sind aber ganz schön viele.
00:30:11: Aber dann eigentlich in der Veranstaltung merkt man ja, wie viele unterschiedliche Bereiche gehören zu einer gelingen Veranstaltung.
00:30:18: Und wenn ich dann Expertise habe?
00:30:20: Dann brauche ich natürlich sehr viele sehr unterschiedliche Leute
00:30:23: und im Prinzip ist es ja doch durchaus auch so.
00:30:26: So ist zumindest meine Erfahrung.
00:30:27: Wenn mal was nicht perfekt läuft bleibt das doch viel besser in Erinnerungen.
00:30:31: Ich weiß
00:30:31: gar nicht ob es das Missgeschick ist aber das Besondere Das ist dadurch das Außergewöhnliche.
00:30:39: andere Moment und der ist wichtig.
00:30:42: Und es kann eben sein, dadurch dass was nicht so funktioniert oder er kann durch eine ganz besondere Improvisation sein.
00:30:47: Wie du sagst das kommt immer darauf an wie man damit umgeht.
00:30:49: also wie reagiert man auf etwas?
00:30:52: Ich glaube die Reaktion auf ein Missgeschick viel entscheidender als das Missgeschicks selbst.
00:30:58: Ja und das hat aber auch wieder damit was zu tun wie lernen wir denn selber mit Fehlern umzugehen oder wie offen sind wir für die Improvisation.
00:31:07: Und wenn du vorhin gefragt hast, was in den von Corona geblieben ist dann gehört auch das dazu dass wir festgestellt haben dass wir viel leichter improvisieren können oder dass wir eine höhere Bereitschaft haben, dass es eben nicht so ganz tausendprozentig festgelegt wird.
00:31:23: also da sind wir flexibler geworden uns schnell umzustellen und auf etwas Neues einzulassen.
00:31:29: Du hast ja gesagt fifty-fifty ne?
00:31:32: Vorbereitung, Improvisation.
00:31:34: Willst du noch was sagen zu dem Thema Rechtfertigungsdruck?
00:31:41: Ich würde gerne eine Innensicht mit dazugeben, weil wir uns gerade in so etwas befinden wie so einem Spagat.
00:31:50: Wir machen im Jahr ungefähr hundert Veranstaltungen und haben sehr zufriedene Kunden, haben große Freude daran diese Veranstaltung abzuwickeln und zu planen und umzusetzen – es läuft wirklich gut!
00:32:06: Und auf der anderen Seite sind wir aber in diesem Spagat, weil da draußen dann diskutiert.
00:32:12: In der Gesellschaft wird darüber diskutiert brauchen wie ein Veranstaltungshaus und kostet das nicht viel zuviel Geld?
00:32:16: und warum bringt es nichts?
00:32:17: Das ist eigentlich so ein kompletter Spagatoch.
00:32:19: Man macht tolle Konzerte, Veranstaltung oder so und gleichzeitig wird man diskutiert und in Fragen gestellt.
00:32:26: Ich glaube es braucht gerade sehr viel Kraft und Power und Freude an dem was gut gelingt um die Durststrecken und Diskussionsrunden, und Erklärrundendurchstehen zu können.
00:32:44: Vielleicht muss man es den Kunden noch ein bisschen mehr erzählen?
00:32:47: Ich weiß das nicht!
00:32:49: Wir wollen ja nicht jammern aber eben auch damit vielleicht auch die Wertschätzung nochmal weitergetragen wird.
00:32:59: Aber das ist dann wieder im Marketingbereich.
00:33:02: Was erzählen wir denn nach außen?
00:33:04: Da können wir dann helfen, da kommt ihr einfach zu uns.
00:33:07: Sehr gut!
00:33:08: Das ist auf eine super Überleitung übrigens.
00:33:16: Meine Idee ist das bisschen Bodensee-Business Bootcamp.
00:33:20: So, wir hängen noch ein B hinten dran... Wir machen Live Podcasts.
00:33:26: Wir kombinieren das mit einer Art Startup Night
00:33:30: holen
00:33:31: ganz frische neue Unternehmen rein die live auf der Bühne ihre Unternehmen pitchen, ihre Ideen pitchen die Runden überstehen müssen.
00:33:42: Es gibt eine Jury das Ganze wird moderiert und sie kriegen schöne Aufgaben lustige Aufgaben müssen sich empfehlen müssen weiter kommen eine Runde bis zu einem Halbfinale zum Finale mit diesem Hintergrund bisschen Bodense Business und man hat wie so eine Art Bootcamp um diese Startups fit zu machen für den nächsten Schritt in ihrem Unternehmen Und
00:34:05: der Gewinner
00:34:07: bekommt natürlich eine Folge von bisschen Bodensebusiness.
00:34:10: und vielleicht gibt es auch irgendjemand, der einen ganz großen Check überreicht.
00:34:12: Am Schluss, das gibt's ja meistens so ein Hilftimmer und regt vielleicht noch mehr Leute an da mitzumachen.
00:34:18: Und die Formate entwickeln sich weiter?
00:34:20: Also am Anfang ist es vielleicht der Elevator-Pitch den er vorbereiten kann und dann als nächstes kommen dann unterschiedliche Formate, die ihr durchlaufen muss... Schwierigkeitsstufen.
00:34:31: Genau, also Leute können ihre Geschäftsidee pinchen.
00:34:35: In dem Fall müsste man natürlich das Ganze übrigens vor Publikum bewertung durch Jury oder durch Handzeichen oder Klatschen oder wie auch immer und je dass man dann Investoren vielleicht sogar als Jury ins Publikums setzt die dann vielleicht tatsächlich hier auch anspringen auf das eine oder andere Und die lernen ihre Idee weiterzuentwickeln über gewisse Runden, über eine Art kurzes unterhaltsames Live-Coaching.
00:35:02: Das wäre eine Möglichkeit auf jeden Fall.
00:35:04: Es gäbe aber natürlich auch die Möglichkeit Startup Unternehmen, die es schon gibt, die bereits gegründet haben, die aber relativ am Anfang stehen diese weiter zu entwickeln.
00:35:14: Also da muss man vielleicht nochmal ganz genau darüber nachdenken, wie man das konkret angehen könnte.
00:35:19: Wer aber natürlich mit dem Podcast hier super zu verbinden, thematisch... Das war mein gratis Pitch jetzt!
00:35:28: Das ist super auch aus dem Gedanken raus.
00:35:31: Schafft mal eine Bühne dass die Leute suchen können, die auf die Idee mitgehen also auch dafür vielleicht arbeiten wollen?
00:35:37: Ist ja gerade hier so mit den Studierenden Schafft man Austausch?
00:35:41: Würdest du mit dieser Idee zu uns kommen, würden wir dich mit offenen Armen empfangen und würde wahrscheinlich so etwas wie ein Eventdesign mit dir starten.
00:35:49: Und überlegen, wie diese Veranstaltung aussehen.
00:35:51: könnt ihr auch gerade mit unseren zwei Stockwerken ob man da noch was machen kann Wie man es in einem Launchformat machen kann dass die Leute sich wohl fühlen und gerne den Abend dort sind Vielleicht mit der Center Stage sodass man drumrum das haben kann und in unterschiedliche Richtungen Das machen können.
00:36:08: also Ja?
00:36:10: Wir würden mit dir zusammen diese Idee entwickeln.
00:36:12: Also ich finde das cool!
00:36:13: Das klingt gut, du hast es jetzt ins Mikrofon gerade reingesprochen.
00:36:17: Ich stehe dazu.
00:36:18: Okay, mach zu was.
00:36:20: Sehr gut ja cool dann lass uns da gerne nochmal irgendwann anknüpfen.
00:36:24: Ich sage vielen Dank Ruth dass Du hier warst, dass Du alles erzählt hast also so offen gesprochen hast auch über die Herausforderungen die bei euch als Veranstaltungshaus immer wieder auftauchen und waren mir eine große Freude mit Dir zu sprechen.
00:36:39: Vielen Dank für dieses schöne Format und dass ich Gast sein durfte.
00:36:43: Das war ein tolles Gespräch,
00:36:48: vielen Dank!
00:37:14: Netzwerkpartner dieses Podcasts sind
00:37:16: die Fernänderregion
00:37:17: Bodensee und typisch Bodenseekreis.
00:37:19: Produziert wird der Podcast
00:37:21: von Typics Multimedia.
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